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    1.3 Auflösung der Übung

    Von

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    Auflösung der Übung

    Nachdem du deine Motive gefunden hast, möchte ich dir zum Vergleich ein paar Beispiele zeigen.

    1-Uebung

    So sieht es aus, wenn man die Motive sieht ohne sich um die Bildgestaltung zu kümmern.

    Die nachfolgenden Bilder sind alle innerhalb von ein paar Minuten mit einem Smartphone entstanden und in Schwarzweiß umgewandelt worden. Farbe würde an dieser Stelle nur ablenken, da wir uns im Moment nur auf die Bildausschnitte konzentrieren wollen.

    Da auch mein Büro relativ unspektakulär ist, habe ich Details fotografiert und Ausschnitte gewählt, die nicht unbedingt direkt erkennen lassen, worum es sich eigentlich handelt. Dafür sind die Bilder reduziert mit klaren Linien und Flächen. Ich habe dabei unterschiedliche Seitenverhältnisse benutzt, je nachdem wie es zum Motiv passt.

    1-Uebung-Beispiele

    Dies sind die Ergebnisse, nachdem ich Perspektive und Bildausschnitt bewusst ausgewählt habe. Schalter der Schreibtischlampe, Tischecke, Tastaturausschnitt und 2 x die Fugen der Büroschränke.

     

    Was einem bei diesen Bildern auffallen kann:
    Die Motive wirken aufgeräumt, es sind klare Linien und Flächen zu erkennen. Ich habe versucht, auf störende Bildelemente zu verzichten.
    Hinter der Lampe war im 1. Bild das Fenster im Hintergrund zu sehen. Ich habe mich um die Lampe herum bewegt, bis ich die neutrale Zimmerwand im Hintergrund hatte.

    Oberhalb der Tischecke musste ich schauen, dass die Deckenlampe nicht mit im Bild ist und die klaren Linien der Tischkante stört.

    Bei der Tastatur ist es vielleicht nicht ganz so gut gelungen, neben dem störenden Schmutz gibt es noch einen „Schatten“ in der linken unteren Ecke. Auch der Anschnitt einer Taste in der gegenüberliegenden Ecke ist nicht ganz perfekt.

    Im rechten Foto bilden die Schrankfugen eine Symmetrie entlang der Bilddiagonalen.


    Deine Bildausschnitte werden sehr wahrscheinlich ganz anders gewesen sein, vielleicht hast du etwas komplett in deinen Ausschnitt genommen, eine Blume, Tasse, Telefon, etc., was völlig in Ordnung ist.

    Wichtig bei der Wahl des Bildausschnitts ist, dass man nicht den erstbesten Ausschnitt nimmt.

    Schau, ob es noch einen besseren gibt und ob sichtbare Bildinhalte vom eigentlichen Motiv ablenken und störend wirken.

    Ich habe in meinen Bildern auf einen möglichst neutralen Hintergrund Wert gelegt, indem keine Elemente vorhanden sind, die vom eigentlichen Motiv ablenken. Ich habe versucht, den Bildausschnitt so zu wählen, dass dieser „irgendwie“ interessant wirkt.

    Bei der Suche nach dem richtigen Bildausschnitt bin ich auch aufgestanden und habe mich zum Beispiel auf den Boden gelegt, damit die Tischecke interessant wird und eher als ein Gebäude wirkt.

    Ich habe mich zuerst umgesehen, um zu schauen, was mir als Motiv geeignet erschien. Danach habe ich versucht, für das jeweilige Motiv, den besten Blickwinkel und Ausschnitt zu finden.

    Bewege dich und verlasse deine Komfortzone, damit du den besten Blickwinkel finden kannst!

    Dass bei den gezeigten Beispielen alle Linien schräg verlaufen, ist eher zufällig und hätte an einem anderen Ort ganz anders ausfallen können. Es wird durch diese Art der Linienführung etwas Dynamik erzeugt, was im Moment aber noch keine Rolle spielt.

     


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