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    1.4 Motive gezielt einfangen

    Von
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    Motive gezielt einfangen

    Damit du deinen Blick gezielt schulen kannst, gibt es folgende Übung.

    Du gehst jeden Tag in einen anderen Raum, wie z. B. WC, Bad, Küche, Wohnzimmer, Keller, Dachboden, Garage, etc. und suchst nach dieser Methode 5 oder besser 10 interessante Bildausschnitte.

    Auch im Büro oder auf dem Weg zur Arbeit (nicht während der Fahrt, wenn du das Fahrzeug selber steuerst ;-) in der Kantine, beim Spazieren gehen, eigentlich immer suchst du Motive. Das solltest du intensiv eine Woche oder besser einen ganzen Monat machen. Am besten du hörst nie mehr damit auf. Dabei wirst du merken, dass es dich wahrscheinlich öfters ärgert, dass du keine Kamera dabei hast und nicht wirklich das Foto machen kannst. So soll es sein.

    Du trainierst hierbei deinen Blick, ohne das du durch die Kamera eingeschränkt wirst. Deswegen ist es auch wichtig, dass du diese Übung ohne Kamera machst!

    Wenn du parallel mit der Kamera auch fotografieren möchtest, kannst du dies gerne machen. Aber erst, nachdem du per Fingerübung (oder L-Pappen) die Motive gefunden hast.

    Wahrscheinlich wirst du feststellen, dass die Kamera dich bereits durch das Seitenverhältnis des Sensors einschränkt. Oder das Objektiv das Bild irgendwie verändert.

    Da diese Übung dich in Zukunft immer weiter begleiten sollte, kannst du direkt weiterlesen.

     

    Anmerkung:

    Diese Vorauswahl des geeigneten Bildausschnitts ist übrigens völlig normal. In der Filmwelt gibt es für die Wahl des Bildausschnitts einen speziellen Begriff. Es wird als Cadrage, Rahmen aus dem Französischen stammend, bezeichnet. Im Deutschen nennt man es Kadrage und im englischen Framing. Wenn man den Bildausschnitt mit der Kamera einstellt, ändert sich an der Begrifflichkeit nichts.

    Es wird normalerweise ein Hilfsmittel, der sogenannte Director´s Viewfinder (Werbung) (Motivsucher) benutzt. Hierbei handelt es sich um einen optischen Sucher, mit dem unterschiedliche Bildausschnitte verschiedener Objektbrennweiten angezeigt werden können. So kann der im Film für das Bild verantwortliche Director of Photography (DoP), den besten Bildausschnitt vorwählen und erst danach wird die Kamera aufgebaut und mit der gewählten Brennweite bestückt.

    In der Filmwelt wird normalerweise mit Festbrennweiten gearbeitet und ein Objektivwechsel dauert einige Minuten. Denn es wird dabei nicht nur das Objektiv gewechselt, sondern auch die Schärfezieheinrichtung (Follow Focus), inkl. der Anpassung der Entfernungsmarker. Das Ganze wird dann noch an die Mattebox (Kompendium) angepasst. Da am Filmset eine vielköpfige Crew wartet, kosten unnötige Objektivwechsel auch gleich richtiges Geld.

    In der Fotografie kann ein Viewfinder ebenfalls hilfreich sein, wenn man mit vielen Festbrennweiten arbeitet. Heutzutage gibt es zum optischen Motivsucher Alternativen in Form von Apps, die in Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet genutzt werden, wie z. B. Mark II Artists Viewfinder. (Werbung)

     


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