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    1.7 Auflösung der Übung

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    1-7-hund

    Antworten

    1. Welche Formen mit welchen Seitenverhältnissen hast du geformt?

    Wenn du mit den L-Winkeln gearbeitet hast, werden deine Bildformate primär Rechtecke gewesen sein. Das Seitenverhältnis wird unterschiedlich gewesen sein. Vom Quadrat mit gleich langen Seiten bis zu extremen Rechtecken wie z. B. auch Kinofilme sind. Wahrscheinlich waren auch Hochformate dabei. Vielleicht waren die Seiten auch nicht immer parallel zueinander, weil du gezielt eine Raute geformt hast? Oder haben deine Finger einen Kreis geformt?

    Die Erkenntnis hieraus ist, dass nicht alle Motive gleich sind und das je nach Motiv ein anderes Format besser geeignet ist.
    Wenn du eigentlich immer dasselbe Seitenverhältnis genutzt hast, dann ist dir noch nicht bewusst, dass du die Bildwirkung durch einen anderen Ausschnitt verstärken kannst.

     

    2. Wie war die Lage im Raum?

    Hierbei solltest du möglichst viele Unterschiede gemacht haben, denn jedes Motiv hat seine Schokoladenseite woanders. Je nach Position hast du eine Aufsicht oder Untersicht, in den Extremen handelt es sich um die Vogel- oder Froschperspektive. Die Wahl der Perspektive verändert das Motiv deutlich.

     

    3. Warum?

    Hier sollten deine Antworten eigentlich immer in die Richtung gehen, dass das Motiv so am besten in Szene gesetzt wurde und du auch kurz begründest warum.

    Etwas mit Untersicht aufgenommen wirkt beispielsweise größer, stärker, bedrohender. Wenn du dich an die 1. Übung erinnerst, da waren meine Bildbeispiele durch ihre schrägen Linien etwas dynamischer.

    Hier hängt es natürlich von deinen Bildausschnitten ab, was an dieser Stelle richtig ist. Wichtig war mir, dass du darüber nachdenkst, warum du den Ausschnitt so gewählt hast. Denn das setzt voraus das du darüber nachgedacht und hoffentlich vorher andere Ausschnitte am Motiv probiert und den Dokumentierten dann als Besten ausgewählt hast.

    Es ist ein Prozess der Auseinandersetzung mit dem Motiv erfolgt und hat je nach Motiv auch unterschiedliche Ausführungen und Lösungen zur Folge gehabt.

     

    1-7-hund-ausschnitt

    Je nach gewähltem Bildausschnitt verändert sich die Bildwirkung.

    Die nachträgliche Veränderung des Bildausschnitts kann ein Bild verbessern. Oder die Konzentration auf das primäre Motiv verstärken.

    Bei dem Hundefoto könnten auch noch andere gute Bildausschnitte gefunden werden.

     

    Fazit

    Die Dinge, die du bis jetzt intuitiv gemacht hast, werden durch die Gestaltungslehre begründbar.

    Beim Fotografieren machst du einfach mehrere Fotos und kannst später das Beste auswählen.

    Das ist übrigens ein wesentlicher Punkt, die Bildauswahl. Zeige anderen Menschen nie alle Bilder, die du gemacht hast, sondern wähle vorher die Besten aus. Auch bei ähnlichen Varianten entscheide dich für eine.

    Der Wirkung deiner Bilder auf den Zuschauer ist so deutlich besser. Lieber nur 20 gute unterschiedliche Fotos zeigen als 50, wovon 30 nur durchschnittlich oder Varianten sind.

    Auch für einen selbst macht es deutlich mehr Spaß und bietet ein größeres Erfolgserlebnis, wenn man (nur) die wirklich gelungenen Werke sammelt.

    Zu guter Letzt musst du auf diesem Weg deine Bilder kritisch bewerten. Das bedeutet, dass du dich noch einmal intensiv mit ihnen auseinandersetzt. Dabei werden dir Dinge positiv und negativ auffallen. Die Negativen, wirst du in Zukunft versuchen bei neuen Fotos zu vermeiden. Dadurch hast du einen deutlichen Lernerfolg.

    Wenn du bei manchen Motiven dir nicht sicher bist, welches das bessere Bild ist, dann frag ruhig Dritte nach ihrer Meinung. Sinnvollerweise hinterfragst du, ob Sie auch definieren können, warum sie ein Bild besser finden.

    Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, kannst du diese Informationen aufnehmen und für dich selber bewerten.

     


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