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    Studiobeleuchtung – Das Heim-Fotostudio Teil 8

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    Studiobeleuchtung mit Tageslicht, Kunstlicht oder Blitzlicht?

    Die Frage der geeigneten oder besten Studiobeleuchtung hängt nicht zuletzt von den individuellen Anforderungen ab. Ich möchte hier eine Einführung der Möglichkeiten geben.

    Wer sich mit Fotografie beschäftigt, für den spielt Licht eine herausragende Rolle, selbst wenn dies zunächst nicht bewusst wahrgenommen wird. Jeder sollte wissen, dass das Sonnenlicht am Morgen und am Abend viel geeigneter und stimmungsvoller ist, als um die Mittagszeit. Die Blaue- und Goldene Stunde sind ebenfalls die Zeiten, wo die Sonne nicht mit voller Wucht direkt auf das Motiv trifft.

    Das spannende bei der Fotografie im Studio ist die volle Kontrolle über die Beleuchtung. Jedenfalls wenn man Lampe oder Blitz sowie die zahlreichen Hilfsmittel zu nutzen weiß. Das Wissen über gezielte Beleuchtung hilft selbstverständlich auch außerhalb des Fotostudios weiter und manche Lampe lässt sich per Akku betreiben.

    In Hollywood-Studios wird die Welt schon immer so nachempfunden, wie der Regisseur es gerne hätte. Egal ob Sommer, Winter, morgens, mittags oder nachts, jede Lichtstimmung wird nachgebildet und alle denkbaren Landschaften, Straßenzüge etc. können geschaffen werden..

    Im kleinen Rahmen möchte ich, jedenfalls was das Licht betrifft, dies auch hier behandeln.

     

    Lichtformer

    Nachdem ich bis jetzt viel zu langweiliger aber essenziell notwendiger Ausrüstung für das Studio geschrieben habe, geht es in den nächsten Beiträgen um die Einflussnahme des Lichts.

    Wie setzt man Beleuchtung gezielt ein, wie kann man Licht formen und welche Schatten resultierenden daraus?

    Professionelles Lichtequipment kann extrem kostspielig sein, daher finde ich es wichtig, Unterschiede und Anwendungsbereiche früh kennenzulernen und zu vergleichen, bevor man viel Geld in die Studiobeleuchtung investiert. Manche Hersteller haben weit über 100 verschiedene Lichtformer im Programm, wovon ein einzelner schon mal mehrere tausend Euro kosten mag. Man sollte daher nicht jedes Produkt einer Marke kaufen ohne zu vergleichen oder erfahren zu haben ob es bei der Beleuchtung wirklich hilft. Manchmal sollte vielleicht lieber eine andere Lampe, ein anderes Stativ oder Dauerlicht statt Blitzlicht auf die Studio Wunschliste zum kaufen geschrieben werden.

    Die gute Nachricht ist, dass es unzählige Möglichkeiten der Improvisation gibt, um eine ähnliche Anmutung erreichen zu können. Viele gebastelte Do it Yourself Lösungen (DIY) unterscheiden sich im Ergebnis gegenüber gekaufter Lichtausrüstung kaum. Wenn Zeit Geld bedeutet, ergeben fertige Problemlösungen natürlich Sinn.

    Man kann leider nicht alles improvisieren, daher sind ein paar unterschiedliche Lichtformer und Lichtquellen, die zum jeweiligen Stil und den Motiven des Fotografen passen, sinnvoll. Vor den Lichtformern steht jedoch die Wahl der Lichtquelle.

    Fotostudio mit Tageslicht

    Ein Tageslichtfotostudio besitzt große Fensterflächen, Oberlichter, ein Glasdach oder ähnlich, damit viel Tageslicht in den Raum fällt.

    Zur Lichtsteuerung müssen die Glasflächen partiell verdunkelbar sein. Eine diffuse Lichtstreuung durch dünne weiße Vorhänge oder Vergleichbares, sollte ebenfalls Vorhandensein. Im Studio besteht die Möglichkeit, mit Reflektoren das einfallende Licht umzulenken.

    Nachteile: eingeschränkte Möglichkeiten in der Lichtgestaltung und Helligkeitsregulierung. Je nach Wetter, Tageszeit und Jahreszeit gibt es enorme Helligkeitsschwankungen.

     

    Ich habe ein interessantes Video gefunden. Durch partielles Verdunkeln der Fensterfront werden unterschiedliche Beleuchtungssituationen geschaffen.

     

    Ich persönlich finde Tageslichtstudios grundsätzlich gut. Weiches Tageslicht bietet wenig Möglichkeiten, ein Motiv richtig zu verhunzen. Softes Licht ist allerdings oftmals langweilig und man verfügt über geringeren Gestaltungsspielraum als bei hartem Licht. Es kommt daher auf das Genre an, in welchem man fotografiert. Für bestimmte Bereiche der Food und People Fotografie ist ein Tageslichtstudio beispielsweise sehr gut geeignet.

    Weil man eine ähnliche Abhängigkeit wie im Freien hat, sehe ich ein Tageslichtstudio eher als Erweiterung als eine Alternative. Wenn ich mir ein Studio bauen könnte, würde ich die Möglichkeit mit Sonnenlicht zu fotografieren einplanen. Die Zeiten in denen nicht fotografiert wird, sind in hellen lichtdurchfluteten Räumlichkeiten ebenfalls angenehmer und nehmen meistens zeitlich auch den größeren Teil ein.

    Wenn du taghelle Räumlichkeiten besitzt, spricht nichts dagegen, mit Tageslicht zu fotografieren. Durch zusätzliche Lichtquellen kannst du die Möglichkeiten der Studiobeleuchtung Schritt für Schritt erweitern.

    In den nächsten Artikeln kannst du mehr zu Blitz- und Dauerlicht erfahren. Die Kollektion einer Marke ist neben dem einzelnen Produkt zu vergleichen, damit du dir die richtige Lampe für deine Anforderungen anschaffst.

     


    Das Heim-Fotostudio Teil 1

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