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    Dauerlicht Fotografie – Das Heim-Fotostudio Teil 9

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    Fotografie mit Dauerlicht (Studiolicht, Kunstlicht, Filmlicht, Glühlicht, Heißlicht)

    Ich fotografiere gerne mit Dauerlicht im Studio, denn man sieht sofort und im vollen Umfang, was man tut. Der Blick durch den Sucher oder auf das LiveView-Bild, entspricht weitestgehend dem fertigen Bild, sofern die Kamera die Darstellung nicht verfremdet. Mit Dauerlicht im Fotostudio kann natürlich auch  Video in HDTV oder 4k Qualität aufgenommen werden.

    Bevor ich nun ans Eingemachte gehe und euch vielleicht etwas verwirre, möchte ich vorausschicken, das man grundsätzlich fast alle Lichtquellen nutzen darf, die im Haushalt vorhanden sind. Von der Taschenlampe angefangen über die Schreibtischlampe bis zum Baustrahler oder Deckenfluter. Allerdings kann es vorkommen, dass durch die Mischung unterschiedlicher Lampen, beispielsweise Farbstiche auftreten können. Die Eignung als Studiolicht fällt je nach Dauerlichtquelle unterschiedlich aus. Viele Studioblitzgerätehersteller wie z.B. Profoto, Bron, Jinbei, etc. bieten auch Dauerlicht an.

    Im Fotostudio wurde früher übrigens auch mit Dauerlicht-Fotolampen fotografiert. Wer filmt oder Videos produziert kommt ebenfalls ohne Dauerlicht nicht aus.

    Was man normalerweise nutzt und wo Unterschiede liegen, versuche ich nachfolgend zu erörtern.

    Künstliche Dauerlichtquellen unterscheiden sich stark in ihrer Helligkeit, der Farbtemperatur, dem abgegebenen Farbspektrum sowie ihrer durchschnittlichen Lebensdauer, die teilweise nur bei 15 Stunden liegt. Keine Angst, es gibt auch Leuchtmittel die mehrere tausend Stunden halten. Es kommt eben immer darauf an.

     

    Dauerlicht Leuchtmittel

    Es gibt zahlreiche unterschiedliche Dauerlicht-Leuchtmittel, von der klassischen Glühlampe mit Wolframfaden angefangen, über HMI-Brenner, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Quarzbrenner, Keramikbrenner, Metalldampfleuchtmittel, Halogenbrenner, LEDs und vieles mehr.

    Viele Leuchtmittel verändern bei Dimmung ihre Farbtemperatur oder sind gar nicht dimmbar. Auch können nicht alle Brenner nach dem ausschalten sofort wieder eingeschaltet, also heiß gezündet werden. Das Thema Leuchtmittel ist extrem weitläufig und es gibt leider einige falsche Informationen z.B. über Energiesparlampen und LEDs.

    Beim Wechsel der Leuchtmittel ist vorher die Beschreibung zu lesen. Die Lampen müssen abgekühlt und vom Netz getrennt sein. Viele Leuchtmittel dürfen auch nicht mit den Fingern angefasst werden, weil sich dies beim späteren Betrieb negativ auswirken kann.

    Die Frage die sich stellt ist, welche Leuchtmittel für die Fotografie am Besten geeignet sind.

     

    Halogen-Leuchten

    Am gängigsten sind einseitig oder zweiseitig gesockelte Halogenbrenner. Sie sind einfach in der Anwendung und bieten eine sehr gute Farbwiedergabe. Sie lassen sich in der Helligkeit dimmen, allerdings ändert sich hierbei ihre Farbtemperatur. Nach dem einschalten können sie ohne Wartezeit sofort eingesetzt werden.

    Aus den „normalen“ Glühbirnen wurde aufgrund der Gesetzgebung meistens auch Halogenbirnen.

     

    HMI-Leuchten

    HMI-Brenner dürfen im Gegensatz zu Anderen beispielsweise nicht gedimmt gezündet werden und benötigen ein paar Minuten um ihren Betriebszustand zu erreichen. Bis zu 10% wird als UV-Licht abgestrahlt, welches als gesundheitsschädlich für Augen und Haut gilt. HMI-Lampen müssen daher mit UV-Schutzfilter verwendet werden. Man benötigt elektronische Vorschaltgerät (Ballast), die einen flickerfreien Betrieb mit bis zu 10.000 Bildern pro Sekunde ermöglichen.

    Flickerfrei bedeutet flimmerfrei, denn der Brenner wird eigentlich mit der Netzfrequenz von 50 Hz gespeist. Das führt dazu, dass der Brenner 50 mal pro Sekunde zündet und wieder verlöscht, was ohne Vorschaltgerät ein sichtbares Flimmern erzeugt.

    HMI ist somit komplizierter in der Anwendung und die nötigen Vorschaltgeräte verteuern die Geräte erheblich.

     

    Helligkeit

    So wie beim Auto der Hubraum nichts über die mögliche Geschwindigkeit aussagt, wird bei Leuchtmitteln trotzdem gerne die Wattzahl in den Ring geworfen.

    Für einen Helligkeitsvergleich der diversen Leuchtmittel darf man daher nicht nur auf die Wattzahl schauen, sondern muss Lumen pro Watt betrachten. Derselbe Brennertyp kann bei verschiedenen Herstellern unterschiedliche Werte besitzen, aus diesem Grund sollte man alle Daten und nicht nur den Preis vergleichen. Auch die Nutzung lichtstarker Objektive ist sinnvoll, da Dauerlicht sich nicht mit Blitzlicht vergleichen ist und im gleichen Preissegment deutlich dunkler ist.

    • Glühlampe ca. 10 – 15 Lumen/Watt
    • Halogen ca. 20 Lumen/Watt
    • HMI ca. 90 – 100 Lumen/Watt
    • Leuchtstoffröhre ca. 36 – 100 Lumen/Watt
    • LED ca. 60 – 110 Lumen/Watt (Tendenz steigend)
    • Natriumdampflampe ca. 150 Lumen/Watt

     

    Photometrische Daten

    Weil die Leuchtenkonstruktion einen wesentlichen Einfluss auf die Effektivität hat, werden bei Scheinwerfern photometrische Daten ausgewiesen. Dort wird normalerweise die Beleuchtungsstärke einer Fläche für unterschiedliche Entfernungen (und ggfs. verschiedene Leuchtwinkel) in Lux (lx) angegeben. Von Arri gibt es eine beispielsweise eine passende App.

    Wer mit weit geschlossener Blende fotografieren will, hat einen hohen Lichtbedarf. Mit jeder Blendenstufe verdoppelt sich der Lichtbedarf, sofern man nicht durch Belichtungszeit oder ISO-Wert ausgleichen kann.

    Angenommen ein Motiv wurde mit 1.000 Watt ausgeleuchtet und du möchtest 3 Blendenstufen abblenden. Jetzt werden 8.000 Watt benötigt. Diese Dimensionen sollte man sich bewusst machen, denn die vorhandene Stromversorgung muss dies ebenfalls verkraften können.

    Bei Verwendung von Halogenlicht sind 1.000 Watt auch nicht wirklich viel, daher noch einmal der Hinweis auf den Webrechner (Werbung) von Arri, wo man sehen kann mit welchen Kameraeinstellungen man damit ungefähr fotografieren kann.

     

    Nutzung des Webrechners

    Auf der Website könnt ihr folgendes eingeben:

    Categorie = Tungsten (steht für das klassische Glühlicht)

    Group = Studio Fresnel (Stufenlinsenscheinwerfer)

    Lamphead = ST1 (Dies ist der Arri True Blue ST1 Stufenlinsenscheinwerfer mit 1000 Watt)

    Focus = Flood, Middle, Spot (Der Lichtwinkel kann für 3 unterschiedliche Winkel gewählt werden)

    Lamp = CP/40 1000 W 230 V (Hier können verschiedene Brenner ausgewählt werden, es sollte einer mit 230 V eingestellt werden)

    Ohne weitere Angaben wird nun für 9 Meter Entfernung (Distance) unter Output Data die richtige Blende (Lense aperture) angegeben. ISO und Zeit sind vorgegeben, aber genauso wie die Entfernung veränderbar.

    Du kannst mit den Werten nun rumspielen. Da dieses Tool für Filmemacher konzipiert wurde, ist die Belichtungszeit ungewohnt einzustellen. Beim Film wird die Belichtungszeit durch den Umlaufverschluss (Werbung) eingestellt. Auch die Bilder pro Sekunde (fps) haben einen Einfluss. Unter Output Data -> Exposure time wird die gewohnte Schreibweise angezeigt.

     

    Farbtemperatur

    Grundsätzlich geht es um weißes Licht. Doch auch dies ist unterschiedlich wie ihr wahrscheinlich vom Weißabgleich der Kamera kennt. Dort wird zwischen Tageslicht (Sonne) und Kunstlicht (Glühbirne) unterschieden, wobei es noch weiter Einstellungen wie bewölkt, Schatten, Automatik oder individuell gibt.

    Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben. Etwa 5.500 Kelvin entsprechen Tageslicht und ca. 3.200 Kelvin werden für Glühlicht (Tungsten) genutzt. Tageslicht ist bläulich (kalt) und Kunstlicht rötlich (warm). Leuchtmittel können übrigens deutlich von diesen Normwerten abweichen. Begrifflichkeiten wie Warmweiß-, kalt-weiß etc. sind sehr schwammig.

    Wer also bei Tageslicht mit einem auf Kunstlicht stehenden Weißabgleich fotografiert, bekommt kein farbneutrales Foto, sondern ein bläuliches Bild. Bei Kunstlicht mit Tageslichtweißabgleich fotografiert wird das Foto orange.

    Standard Leuchtstoffröhren erzeugen meistens einen grünlichen Farbstich.

    Bei der Nutzung mehrere Lampen muss man darauf achten, dass alle möglichst die gleiche Farbtemperatur besitzen. Die vom Hersteller angegebene Farbtemperatur gilt für die volle Leistung. Glühlicht wird umso wärmer (Farbtemperatur) je stärker es runter gedimmt wird.

    Wenn man beispielsweise Tageslichteinfall durch ein Fenster hat und mit Kunstlicht zusätzlich beleuchtet, spricht man von Mischlicht, weil zwei unterschiedliche Lichtfarben genutzt werden. Das kann man absichtlich nutzen um einen kalt-warm Kontrast im Foto zu erzeugen.

    Normalerweise ist dies ein unerwünschter Effekt, welchen man durch Farbkorrekturfilter, die vor den Lichtquellen angebracht werden, ausgleichen kann.

    Viele Aufteckblitzgeräte (Blitzlicht hat Tageslichtfarbtemperatur) werden mit einem Orange- und Grünfilter ausgeliefert, damit man in der vorhandenen Kunstlichtsituation den Blitz auf die vorhandene Farbtemperatur angleichen kann.

     

    Lichtqualität

    Eine gute Lichtqualität wird erreicht, wenn das gesamte sichtbare Farbspektrum erzeugt wird. Dies ist für eine realistische und natürliche Darstellung im Foto notwendig.

    Wenn bei der Aufnahme Teile des sichtbaren Lichtspektrums fehlen, kann dies auch nicht durch die Bildentwicklung einer RAW-Datei hervorgeholt werden, denn was nicht da ist kann auch nicht sichtbar gemacht werden.

    Es muss daher besonders auf die Lichtqualität geachtet werden. Der Farbwiedergabeindex (Ra oder CRI)  und der Television Lighting Consistency Index (TLCI) geben hier entscheidende Hilfen.

    Glühlampenlicht hat beispielsweise einen CRI von ca. 100. Viele LEDs dümpeln um ca. 80 herum und erzeugen ein furchtbares Licht, welches in Kombination mit anderen Lichtquellen kaum nutzbar ist. Die besten LEDs erreichen z.Z. einen TLCI zwischen 95 bis 98.

    Auch Energiesparbirnen, Leuchtstoffröhren, HMI- oder Natriumdampfbrenner haben nicht dieselbe Lichtqualität wie klassische Glühbirnen.

     


    foto morgan - studio (Werbung)

    LED

    LEDs sind heller, brauchen weniger Strom und werden nicht heiß.

    Diese Aussagen hört man recht häufig. Wahr ist, dass auch LEDs Wärme erzeugen, allerdings wird es nicht in Leuchtrichtung nach vorne, sondern nach hinten abgegeben. Eine passive oder aktive Kühlung ist somit notwendig, denn die LED geht bei Überhitzung kaputt.

    Bei dem Lumen pro Watt Vergleich sieht man, dass andere Lichtquellen teilweise mehr Licht abgeben als so manche LED, daher gilt die Aussage über ihre Effektivität nur bedingt.

    Es gibt Bi-Color LED-Leuchten, deren Farbtemperatur zwischen Tageslicht und Kunstlicht (teilweise stufenlos) gewechselt werden kann.

     

     

    Rechnet sich LED?

    Dem LED-Licht gehört die Zukunft, es ist allerdings in der Anschaffung noch deutlich teurer als Glühlicht.

    Weil eine geringere Wattleistung für dieselbe Helligkeit eines Halogenbrenners benötigt wird, wird Strom gespart und weniger Wärme produziert, was in einem TV-Studio auch Strom bei der Klimatisierung spart.

    Ein 1.000 W, R7s Halogenstab kostet ca. 10 EUR und hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 2.000 Stunden. Für 50.000 h werden somit 25 Brenner für insgesamt 250 EUR verbraucht.

    Bei einem Strompreis von etwa 25 Cent pro kWh werden in 50.000 h etwa 12.500 EUR Strom verbraucht.

    Eine LED mit identischer Helligkeit benötigt ca. 300 Watt, was 3.750 EUR an Strom kostet. Somit darf auf die Laufzeit gesehen der LED-Scheinwerfer einiges teuer sein. Ohne jetzt noch irgendwelche Zinseffekte in die Kalkulation berücksichtigen zu wollen.

    In der Praxis wird es wahrscheinlich so sein, dass du vielleicht 10 Stunden pro Woche deine Leuchten nutzt, das sind im Jahr ca. 500 h. Du kannst die LED-Lampen so 100 Jahren nutzen, das empfinde ich allerdings als sehr unwahrscheinlich ;-)

    Der Stromverbrauch für 1000 Watt Glühlicht liegt dann bei 500 kWh im Jahr und kostet ca. 125 EUR. Die LED verbraucht 37,50 EUR, es werden also 87,50 EUR eingespart.

     

    Vergleich eines Stufenlinsenscheinwerfers

    Wer sich beispielsweise überlegt, den bereits oben genannten Arri True Blue T1 Stufenlinsenscheinwerfer zu kaufen, der bezahlt ca. 700 EUR. Hinzu kommt noch der Brenner, ein Dimmer und/oder Draht-Scrims, was mit weiteren 100 bis 150 EUR zu buche schlägt.

    Der vergleichbare LED-Stufenlinsenscheinwerfer Arri L10-TT kostet ca. 3.900 EUR. Selbst wenn man bei preiswerteren Herstellern schaut, kostet eine LED-Alternative mindestens das Doppelte des Glühlichtscheinwerfers.

    Jeder sollte also für sich überlegen, ob der Mehrpreis sich wirklich rechnet. Denn wer die Leuchten nur für sein Hobby nutzt, wird es kaum schaffen, die 10 h pro Woche dauerhaft durchzuhalten. Urlaub, Feierlichkeiten, Krankheit und viele andere Interessen und Ereignisse sorgen nun einmal dafür, dass man am Wochenende auch schon mal etwas anderes macht.

     

    LED- Vorteile

    In einem Fotostudio, wo die Leuchten tägl. im Einsatz sind, lohnt sich die Stromeinsparung eher. Auch weil Ausfälle und Wartungsarbeiten durch kaputte Brenner nicht mehr vorkommen. Die Anzahl der Schaltzyklen und die Haltbarkeit der restlichen Elektronik könnte allerdings auch hier für ein vorzeitiges Ende sorgen.

    Wer unterwegs mit LED-Leuchten arbeitet, kann diese durch Akkus mit Strom versorgen, was einen Vorteil bezüglich der Steckdosenabhängigkeit mit langen Kabeln bedeuten kann.

    Die mögliche Anpassung der Farbtemperatur bei Bi-Color Leuchten ohne zusätzliche Filter ist ein weiterer Vorteil, gegenüber dem hantieren mit zahlreichen Filterfolien.

    Die farbneutrale Leistungsregelung ist ein weiterer Vorteil.

    Aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme ist auch die erzeugte Wärme im Vergleich zu Halogenleuchten geringer, das ist für die Personen angenehmer, diese schwitzen weniger und müssen nicht so häufig abgepudert werden. Die Haltbarkeit von Diffusions- und Filterfolien ist aufgrund der niedrigeren Temperatur besser und man verbrennt sich nicht so leicht die Finger.

     

    Professionelle LED- Leuchten

    Im Moment geht die Entwicklung schnell voran. Durch LEDs sind teilweise neue Bauformen möglich und die Preise fallen. Ich liste hier ein paar LED-Leuchten auf, die ich persönlich interessant finde:

    Auch die deutschen Firmen wie beispielsweise Arri oder Hedler bieten LED-Dauerlicht an.

     

    Bauformen der Leuchten

    Neben den vielen Leuchtmitteln gibt es eine nahezu unübersehbare Menge an diversen Bauformen der Leuchten, die alle für unterschiedliche Einsatzzwecke optimiert sind. Teilweise gibt es auch die gleichen Lichtformer wie bei Studioblitzgeräten.
    Als das klassische Filmlicht werden Stufenlinsenscheinwerfer bezeichnet, die über eine Punktlichtquelle mit Fresnellinse verfügen und einen variablen Lichtkegel erzeugen.

    Flächenleuchten mit Stabbrennern bilden eine weitere wichtige Kategorie, die Baustrahlern ähnelt.

    Zu meinen Lieblings Dauerlichtquellen gehören Classic Dedolights, die über ein optisches System verfügen und dadurch ein besonders präzisen Lichtstrahl erzeugen und eine Fläche extrem gleichmäßig ausleuchten. Sie sind sehr kompakt und robust. Dank ihrer Konstruktion und dem Niedervoltsystem schaffen sie 40 Lumen/Watt und erzeugen mit ihren 150 Watt etwa so viel Helligkeit wie ein 500 Watt Stufenlinsenscheinwerfer.

    Der Clou sind die diversen optischen Vorsätze und selbst bei den Flügeltoren gibt eine Auswahl, die ich von keinem anderen Hersteller kenne.

     

    Dauerlicht Fazit

    Man kann preiswert mit vorhandenen Lampen beginnen oder einen Halogen-Baustrahler inkl. Stativ kaufen. Gebraucht findet man viele Theater- und Filmscheinwerfer oftmals für kleines Geld.

    Ein weiterer Vorteil bei der Personenfotografie ist, dass sich die Lichtstimmung positiv auf das Motiv überträgt, weil es keine irritierenden Blitzlicht- Unterbrechungen gibt.

    Professionelles Dauerlicht hat auch Profi Preise, daher schadet der Blick zum Blitzlicht im nächsten Beitrag nicht.

     

     

    Nachteile: Hitzeentwicklung (Verbrennungsgefahr, Brandgefahr – nötiger Mindestabstand bei Heißlicht), unterschiedliche Lichtqualität und Farbtemperatur, Helligkeit

     

     

     

    Hinweise

    Immer Handschuhe anziehen, wenn heißes Lichtequipment bedient wird!

    Ich nutze gefütterte Gartenhandschuhe (Werbung)* aus Leder, da Leder bei Hitze nicht schmilzt. Es gibt auch spezielle Schweißer- oder Hitzehandschuhe (Werbung)*. Die richtige Passform und ein Restgefühl in den Fingerspitzen ist für die Bedienung entscheidend, daher sind Backofenhandschuhe ungeeignet.

    Damit man die Handschuhe immer zu Hand hat, gibt es Haltebänder (Werbung)*

     

    Sicherheitsabstand einhalten

    Die Luftzirkulation muss bei Glühlichtscheinwerfern gewährleistet sein, daher sind die Sicherheitsabstände einzuhalten.

     

    Belastbarkeit einer Steckdose

    Die Absicherung der Stromkreise und die Kabelquerschnitte z.B. der Verlängerungskabel sind zu beachten. Rechnerisch kann eine mit 16 Ampere abgesicherte 230 Volt Steckdose mit 3.680 Watt (16A x 230V = 3.680 W) belastet werden.

    In der Praxis fliegt beim Anschalten eines 2.000 Watt Scheinwerfers bereits häufig die Sicherung raus, wenn dieser nicht langsam über einen Dimmer hochgefahren wird um Spannungsspitzen zu vermeiden. Steckdosen sind normalerweise nicht einzeln abgesichert, daher muss man vor der Nutzung schauen über welche Sicherung welche Steckdosen und andere Verbraucher wie z.B. Raumbeleuchtung, Staubsauger, Küchenmaschinen, Kühlschrank, Trockner, Waschmaschine, etc. abgesichert sind.

    Die theoretische Dauerbelastung würde ich nicht ausnutzen wollen, denn wer schon einmal eine geschmolzene Steckdose samt Stromleitung erlebt hat, weiß welche Schäden entstehen können. Daher bei Nutzung einer Kabeltrommel diese auch immer schön abrollen.

     


    Das Heim-Fotostudio Teil 1

    < Teil 8 – Studiobeleuchtung                      Teil 10 – Blitzlicht Fotografie >


     

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