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    V-Flat Catchlight – DIY-Alternative zu einem Ringblitz mit 2 Systemblitzen

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    Im gezeigten Film The V-Flat Catchlight von Nick Fancher, gibt es neben cooler Musik auch etwas, was ich eigentlich sofort ausprobieren möchte, wenn ich doch nur etwas mehr Zeit hätte und es nicht so furchtbar heiß wäre.

    Von Ringblitzen und Ringlichtern hat denke ich jeder schon einmal gehört, doch gerade bei Ringblitzen ist der Preis, um es nur mal auszuprobieren, doch etwas abschreckend.

    Hier bietet Fancher, der auch das Buch Studio Anywhere* (Werbung) geschrieben hat, eine simple DIY-Lösung an, die schöne Ergebnisse erzielt.

     

    Catchlight

    Das Catchlight ist der Lichtreflex in den Augen, der auch die Form des verwendeten Lichtformers zeigt. Dieser kann mit der beschriebenen Methode jede Form annehmen, weil er durch eine in einer Form beklebte Fläche entsteht und das Licht bei der V-Flat-Methode gebounced wird. Wichtig ist nur die Öffnung in der Mitte der Fläche, damit die Kamera durchschauen kann.

    Fancher beklebt seine Reflektorfläche mit weißem Klebeband aber da kann man auch andere Materialien nutzen.

     

    V-Flat

    Es werden einfach 2 schwarze Platten wie z.B. Kapa graph schwarz (kaschierte Pur-Hartschaumkernplatten) oder etwas anders in V-Form aufgestellt. Eine Lücke wird vorher für die Kamera einfach mit einem Cutter-Messer ausgeschnitten und das Ganze mit Gaffer-Tape zusammengeklebt.

    Vor die Aussparung wird jetzt die Catchlight-Reflektorfläche geklebt und mit 2 ganz gewöhnlichen Systemblitzen beleuchtet, diese sollten auf Teleeinstellung fokussiert sein. Im Filmbeitrag sind diese in einer Art Tunnel gesteckt und die wirken so wie ein Tubus, damit das Licht möglichst nur auf die Reflektorfläche trifft und nicht breit gestreut wird.

     

    Bastelkram:

    Gaffer-Tape schwarz, dies ist ein stark klebendes Gewebeklebeband, welches man gut mit den Fingern abreißen kann. Der Name bezeichnet keine Marke, sondern ist von der Berufsbezeichnung Gaffer beim Film abgeleitet, der sehr viel mit dem Klebeband arbeitet.

    Nick nutzt weißes Artist-Tape für die Reflektorfläche, ich denke das ist ähnlich wie Kreppband (Malerband) und sollte auch wirklich weiß sein. Es gibt auch weißes Gaffer- oder Isolierband. Ein entsprechend in Form geschnittenes Stück Papier oder d-c-fix -Klebefolie* (Werbung) sollte den gleichen Zweck erfüllen.

    Schwarze Kapa graph Platten gibt es z.B. in der Größe 70 x 100 cm für ca. 9,- EUR Stück und in 100 x 140 cm für ca. 18,- EUR, das Problem sind die Transportkosten. Im Baumarkt findet man sicher auch etwas anders oder nimmt schwarz gestrichene Bretter oder Stück Karton (z.B. vom Flat-TV ), den do it yourself lebt von der Improvisation.

     

    Blitztechnik:

    Im Beispiel werden zwei Blitze verwendet. Aber wenn man nur einen besitzt, kann man damit auch schon beginnen. Es geht ja nur darum, dass das Licht möglichst gleichmäßig reflektiert wird und das geht mit zwei Geräten eben etwas besser.

    Es fehlen noch zwei Lampenstative und die passenden Neiger für die Positionierung der Blitze. Die Synchronisation macht man am besten mit einem Funkauslösesystem und ist so auch in Zukunft für andere Licht Setups gerüstet. Oder man verwendet Kabel und / oder einen Servoblitzauslöser* (Werbung)

     

    Der feste Aufbau hat gegenüber einem Ringblitz den Nachteil, dass man kaum Bewegungsspielraum besitzt. Die gezeigten Beispiele im Film finde ich vielversprechend.

    Ich hoffe auf etwas Abkühlung und werde das Setup dann die Tage mal ausprobieren.

     

     

     

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