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    Eizo CS2420 mein Eindruck

    Von

     Eizo ColorEdge CS2420 Monitor

    Eizo CS2420 Review

    Dieser Beitrag ist als Erweiterung zur Produktvorstellung des Eizo ColorEdge CS2420 gedacht, sodass ich hier „nur“ meine persönlichen Eindrücke ergänzend beschreibe, es ist somit auch kein richtiger Test.

    Der Aufbau des Eizo CS2420 Monitor ist schnell erledigt, man muss nur den Fußteller an den Monitorarm ansetzen und durch eine leichte Drehung einrasten. Das Display ist bereits an der Höhenverstellung befestigt. Es gibt einen Verriegelungsknopf, wo die Befestigung gelöst werden kann, falls man alternativ z.B. eine 100-mm-VESA-Wandhalterung verwenden möchte.

    Ob die Angabe des 35% dünneren Randes die Ausdehnung in der Tiefe oder des sichtbaren Rahmens meint, ist mir nicht völlig klar. Mein alter Eizo ist am Rand etwa 4,5 cm Tief und der CS2420 etwa 3 cm. Allerdings liegen da mehrere Generationen dazwischen. Wie beim iMac auch ist der Rand zwar die dünnste Stelle aber insgesamt wird der Monitor natürlich noch etwas dicker, aber wer sich ein Monitor für die Bildbearbeitung kauft, dem ist glaube ich ziemlich egal, ob der Monitor jetzt ein paar cm dicker oder dünner ist.

    Der von vorne sichtbare Rand, der mich eher interessiert und das Display umgibt, hat weniger als 2 cm Breite und unterscheidet sich damit nicht wesentlich von meinem alten Eizo.

     

    Eizo ColorEdge CS2420 Bedienung

    Die Bedienungselemente auf der Vorderseite befinden sich auf dem unteren Rahmen, rechts ausgerichtet. Sie bestehen aus einen kleinen runden versenkten EIN-AUS-Schalter und es gibt 6 weiß leuchtende LEDs. Diese sind berührungsempfindlich, beim Antippen einer beliebigen LED erscheint im Display die Belegung der Bedienungselemente und bei ihrer Bedienung leuchten alle LEDs heller. (In der Klammer wird die nächste Vertiefung aufgeführt)

    • Input (HDMI, DVI, DisplayPort)
    • Mode (Custom, AdobeRGB, sRGB, etc.)
    • 3x ungenutzt (je nach Untermenüpunkt belegt)
    • Menü
    • On-/OFF

    Die Belegung ändert sich je nachdem, in welcher Tiefe man sich im Menü befindet, die eigentliche Funktion wird immer über den LEDs am unteren Bildschirmrand eingeblendet.

    Man kann das Menü auch schützen, damit man nicht versehentlich etwas verstellt, was bei einem kalibrierten Monitor Sinn macht, damit man selber oder Dritte die Einstellungen nicht verändern.

     

    Der Eizo CS2420 Standfuß

    Eizo CS2420 Kabelmanagement

    Der drehbare Standfuß ist kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 24 cm. Der Bildschirm ist höhenverstellbar und auch ins Hochformat drehbar und natürlich im Winkel neigbar. Das funktioniert auch alles wunderbar und man kann die Winkel so einstellen, wie es für einen selber ergonomisch ist.

    Was ich persönlich nicht so gut finde, ist die Kabelführung. Ein kleiner abnehmbarer offener Plastikring, der auf der Rückseite in den Fuß eingeklemmt wird und für Ordnung der Kabel sorgen soll. Die Kabel kann man so nicht wirklich verstecken und man sieht diese von vorne baumeln, was ich unschön finde. Ein zweiter Ring auf der Rückseite der Säule würde hier helfen. Das finde ich bei andern Modellen besser gelöst.

     

     

    Der Handgriff vom Eizo ColorEdge CS2420

    Eizo ColorEdge CS2420 Handgriff

    Der integrierte Handgriff ist eine Vertiefung am oberen hinteren Displayrand, welche bei der Nutzung im Querformat nutzbar ist. Da es aber keine Hinterschneidung gibt, kann man den Monitor nicht mit den Fingern alleine greifen. Um den Monitor sicher zu halten, muss man mit der Hand das obere Gehäuse umfassen, die Fingerspitzen finden in der Handgriffnische halt, der Daumen umschließt dann allerdings das obere Gehäuse und drückt dabei auf das Display und hinterlässt Fettflecke. Daher finde ich persönlich die Bezeichnung Handgriff nicht wirklich gelungen. Ich würde den Monitor so nicht tragen wollen. Aber ein Monitor ist auch kein Koffer.

     

     

     

    ColorNavigator 6 Software (6.4.12.9)

    Ich habe den Eizo CS2420 an einem 27 Zoll Retina iMac betrieben und parallel auch noch einen zweiten, älteren Eizo Monitor am 2. Thunderbolt-Port des iMacs angeschlossen. Mit der ColorNavigator 6 Software kann ich jedoch nur den ColorEdge CS2420 Monitor kalibrieren. Für den zweiten externen Monitor und den iMac muss ich also parallel eine zweite Software verwenden. Ich nutze BasicColor Display 5.7.1 , welche (noch) nicht die Hardwarekalibrierung des Eizo CS2420 unterstützt.

    Die Kalibrierung des Monitors dauert inkl. Validierung etwa 5 bis 6 Minuten, abhängig davon, wie umfangreich die Validierung sein soll und das finde ich völlig in Ordnung.

     

     

    Das Display

    Neben einem spiegelnden iMac, ist ein mattes Display sofort angenehm. Und hier sind wir auch bei den Punkten die für die Bildbearbeitung wirklich wichtig sind angekommen.

    Das Display macht einen sehr guten Eindruck und das Bild sieht homogen aus. Pixelfehler habe ich keine feststellen können und auch die Farbdarstellung sieht gut aus. Wir wollen aber sicher sein, also werden wir den Monitor kalibrieren und das Ergebnis validieren.

    Dass das Display intern mit einer 16 Bit Look-up-Table korrigiert wird und 10 Bit Farbtiefe bei Nutzung von HDMI oder Displayport (DVI unterstützt nur 8 Bit) anzeigen kann, sofern das Betriebssystem und die Grafikkarte dies unterstützen, sind für die Bildbearbeitung gute Voraussetzungen.

     

    Messergebnis der Kalibrierung

    Ich habe eine AdobeRGB Kalibrierung mit 6500 Kelvin und einer Bildschirmhelligkeit von 120 cd/m² gemacht. Schwarzwert auf Minimum, welcher mit 0,36 cd/m² gemessen wurde und die Priorität der Kalibrierung wurde auf Graubalance eingestellt.

    Das Validierungsergebnis aller Messwerte liefert eine Abweichung von:

    Maximum 1,06 dE2000

    Durchschnitt 0,37 dE2000

     

    Beim genaueren Anschauen der 134 geprüften Messfelder ist es das Farbfeld mit den RGB-Werten 0 0 0 (also Schwarz), das die Abweichung von 1,06 dE2000 hat. Die nächsten Abweichungen sind

    RGB 32 32 32 mit 0,93 dE2000

    RGB 63 0 0 mit 0,87 dE2000

    RGB 0 63 0 mit 0,83 dE2000

    RGB 0 63 63 mit 0,7 dE2000

    Dann gibt es noch einen Wert mit 0,61 und das waren auch schon die Felder mit den größten Abweichungen, die restlichen Werte haben 0,5x bis 0,06 dE2000  Abweichung.

    Es war also nur der Schwarzpunkt, der eine Abweichung ≥ 1 dE2000 besitzt und der Monitor bietet somit sehr gute Messergebnisse sowohl in der Graubalance als auch in den Farbwerten. (Gemessen wurde mit einem i1 pro, der Monitor hat bis jetzt eine Nutzungsdauer von einer Stunde)

    Jetzt muss der Monitor in den nächsten Tagen und Wochen zeigen, wie er sich im täglichen Einsatz bewährt, die Messwerte sind  jedenfalls vielversprechend.

    Bei einer späteren Kalibrierung waren die Werte noch etwas besser und auch die maximale Abweichung geringer als ein Delta E.

     

    200 Stunden später

    Ich habe nun über 200 Stunden mit dem Eizo ColorEdge CS2420 Monitor im normalen Alltag gearbeitet. Die Software zeigt die Nutzungsdauer an und erinnert auch an die Überprüfung der Kalibrierung in einem einstellbaren Zeitintervall.

    Der Monitor wurde nicht nur für die Bildbearbeitung genutzt, sondern kam in unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz.

     

    Was mir nicht so gut gefiel:

    Es gibt nur Kleinigkeiten, also nichts wirklich Gravierendes.

    Die Befestigung des Panels hat etwas Spiel, sodass man bei nach der Drehung des Monitors z.B. ins Hochformat, etwas korrigieren muss, nachdem man das Display losgelassen hat. Wenn man den Monitor nicht regelmäßig in der Ausrichtung wechselt, spielt dies keine Rolle.

    Obwohl der Monitor mit einem Thunderbolt-Port des iMacs verbunden ist, wird trotzdem ein zweites Kabel für die USB-Verbindung benötigt.
    JA, ich weiß es handelt sich beim Monitor um einen DisplayPort. Aber man hat so insgesamt drei Kabel am Monitor, denn das Netzkabel gibt es ja auch noch. Und wenn im Monitor-Hub z.B. das Tastaturkabel eingesteckt ist, dreht sich dieses bei Nutzung im Hochformat, mit nach oben und ist dann zu kurz, jedenfalls bei meiner Apple-Tastatur.

    Die ColorNavigator Software unterstützt keine weiteren Monitore. Es wäre praktisch, wenn ich auch den iMac damit profilieren könnte.

     

    Was mir gut gefiel:

    Alles andere.

     

    Die Bildqualität ist tadellos und ich habe sehr gerne mit diesem Monitor gearbeitet und würde ihn auch beim Kauf in die engere Wahl ziehen. Wahrscheinlich würde ich mir allerdings einen größeren Monitor für Foto und Video kaufen. Im Office reicht die Größe absolut aus.

    Eizo baut einfach hochwertige Monitore. Für die Bildbearbeitung ist ein Wide-Gamut-Monitor mit sichtbarer 10 Bit Farbdarstellung einfach sinnvoll. Ich hatte leider nicht den Vergleich zum CG2420 und kann somit nicht abschätzen, ob sich der Aufpreis lohnen würde.

    Ich kann den Eizo CS2420 jedenfalls empfehlen.

     

    Der Monitor ist mir freundlicherweise von Eizo zum Testen gestellt worden, vielen Dank dafür.

     


    siehe auch: Eizo ColorEdge CG2420 und CS2420

    BenQ SW2700PT Pro 27″

     

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