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    Fachkamera

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    Sinar F2 Fachkamera

    Sinar F2 Fachkamera

    Fachkamera

    Eine Fachkamera bezeichnet eine Kamera, die aus einer vorderen Objektivstandarte und einer hinteren (Film-) Standarte besteht. Auf der hinteren Standarte befindet sich eine Mattscheibe. Die Standarten werden durch einen Balgen (in unterschiedlichen Bauweisen) verbunden. Bei dem Foto ist noch ein Spiegelkasten mit Lupe an der hinteren Standarte befestigt, damit das Bild nicht auf dem Kopf steht. Zum Fotografieren wird dieser „Sucher“ abgenommen und gegen eine Planfilmkassette, Rollfilmkassette oder ein Digitalrückteil getauscht. Vor dem Objektiv ist noch ein Kompendium befestigt.

    Das wesentliche einer Fachkamera ist die optische Bank, ein „Rohr“ auf dem die Standarten präzise verschoben werden können. Jede Standarte kann unabhängig nach links und rechts sowie nach oben und unten verschoben werden. Darüber hinaus kann jede Standarte gekippt und geschwenkt werden. So hat man mehr Möglichkeiten zur Perspektivkorrektur und Schärfenebenenverlagerung gegenüber einem Tilt-Shift Objektiv.

     

    Großformat Kamera

    Fachkameras sind Großformatkameras, wobei früher eine kleine Großformatkamera meistens ein  Format von 10 x 12 cm hatten. Die „Normalen“ hatten ca. 13 x 18 cm und die Großen 18 x 24 cm Bildformat. Je nach Kassettenaufnahme konnten auch die etwas größeren Inch-Formate benutzt werden. Neben den Planfilmkassetten konnten auch Rollfilmkassetten mit Formaten von z.B. 6 x 7 cm, 6 x 9 cm, oder 6 x 12 cm angesetzt werden.

    Für die Bildkontrolle und der Erstellung von Testbildern wurde eine z.B. 405 Polaroidfilmkassette (4×5 Inch) benutzt.

    Mit der Digitalfotografie hat man aufgrund fehlender Bildsensoren in dieser Größe Scanbacks, also Scannerrückteile verwendet, um das Großformat auszunutzen zu können.

     

    Kleinere Fachkameras und Kombinationen mit der DSLR/DSLM

    Der Markt ist massiv zusammengeschrumpft und die Fachkameras sind auch kleiner geworden, weil in der Regel digitale Mittelformatrückteile benutzt werden, die nur ein knapp 4,5 x 6 cm großen Sensor besitzen. Um sich den Zugang zum analogen Film nicht völlig zu verbauen, können teilweise auch Rollfilme bis zum Format 6 x 9 cm belichtet werden.

    Es gibt auch Modelle, wo auf dem hinteren Standartengelenkblock eine DSLR, DSLM oder eine komplette digitale Mittelformatkamera angesetzt werden kann. Da der Bildsensor im Kameragehäuse weiter hinten liegt als bei einer Filmkassette oder einem Digitalback, sind die Verstellmöglichkeiten, besonders im Weitwinkelbereich, eingeschränkter.

    Es gibt auch Adapter z.B. von just together (Werbung).

     

    Fachkameras gibt es beispielsweise von:

    • Arca Swiss
    • Cambo
    • Linhof
    • Sinar

     

    Digitale Großformatkamera

    Die Firma LargeSense, bring voraussichtlich 2016 eine digitale 8″ x 10″ Großformatkamera heraus und arbeitet auch an einer 4 x 4 Inch Lösung mit 200 Megapixeln.

    Auch Großformat-Bewegtbild funktioniert, wie der Film von LargeSense zeigt.

     

    CAPcam, computergesteuerte Fachkamera

    Wer schon mit einer Fachkamera gearbeitet hat, weiß um die vielen Verstellmöglichkeiten und auch, dass man eine gewisse Zeit benötigt wenn man beispielsweise die Schärfenebene in zwei Richtungen verstellen möchte. Die Firma GFAE Professional Cameras hat sich diesem Thema angenommen und eine computergesteuerte Kamera, die CAPcam gebaut, wo man am Bildschirm über das Festlegen von drei Punkten die Schärfenebene im Raum definiert und die Kamera sich dann vollautomatisch einstellt.

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