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    Die L16 Kamera des amerikanischen Start-Ups Light

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    Light-L16-Kamera-16-Objektive

    Courtesy: Light (http://light.co/) (Werbung)

    L16 Kamera

    Das im Jahre 2013 gegründete Unternehmen Light (Werbung) mit Unternehmensstandorten in San Francisco, Palo Alto und Taipei auf Taiwan stellt mit der L16 genannten Kamera ihr erstes Modell vor.

    Die L16 im Format eines Smartphones soll über 16 einzelne Kameramodule mit jeweils 13 Megapixel verfügen, die in einem sogenannten Lens Array angeordnet sind. Im Einzelnen handelt es sich um fünf 35-mm-, fünf 70-mm- und sechs 135-mm-Kamera-Module, die somit einen Brennweitenbereich von 35 – 135 Millimeter abdecken sollen. Die Anordnung von 16 Modulen soll in der Praxis mit der kamerainternen Software je nach Aufnahmesituation und Anforderungen des Fotografen bis zu 52 Megapixel berechnen können und auch bei schlechtem Licht noch Aufnahmen ermöglichen. Für die Herstellung der Kamera hat man sich im April diesen Jahres mit dem taiwanesischen Auftragsfertiger Foxconn zusammen getan, der seit der Übernahme von Premier übe umfangreiches eigenen Foto-Know-How verfügt.

    Light-L16-Camera

    Courtesy: Light (http://light.co/) (Werbung)

    Die Kamera soll, wenn sie im Spätsommer des kommenden Jahres in den USA verfügbar sein soll, etwa 1.700 Dollar kosten. Ob und zu welchem Preis sie in Europa angeboten wird, ist bislang noch nicht bekannt. Auch die vorliegenden technischen Daten sind bislang nur rudimentär und sollen erst im Frühjahr 2016 veröffentlicht werden. Hinsichtlich des Datenspeichers spricht man beispielsweise von 128 GB eingebautem Speicher. Ein wechselbarer Speicher wird bislang nicht erwähnt. Während für die Aufnahme von Standbildern bis zu zehn Objektive verknüpft werden können, sind Videoaufnahmen in 4k nur mit jeweils einem Modul und dessen Brennweite von 35, 70 oder 135 Millimetern möglich sein.

    Light-L16-Kamera-Vorderseite

    Courtesy: Light (http://light.co/) (Werbung)

    Ähnliche Kamerasysteme wurden in der Vergangenheit auch von Fraunhofer in Jena in Zusammenarbeit mit dem Auftragsfertiger Jabil diskutiert. Als Anwendungsbereiche sieht man dort offensichtlich eher die Bereiche Machine Vision und Automotive. Auch der Wetzlarer Kamerahersteller Minox hatte vor einigen Jahren eine Multi-Array-Kamera mit allerdings nur vier Objektiven entwickelt, die dann jedoch nicht zur Marktreife gelangte. Die L16 ist jetzt die erste derartige Kamera, die für den Endverbraucher entwickelt wird und auch auf dem Markt erscheinen soll. Welche Marktchancen sie hat, ist derzeit noch nicht abzusehen und wird maßgeblich von den praktischen Vorteilen für den Anwender abhängen. Eine hohe Pixelzahl könnte hierbei hilfreich sein. Die Lichtfeldkameras von Lytro leiden derzeit deutlich unter ihrer niedrigen faktischen Pixelzahl.

     

    The Light Story (Werbung).

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    Siehe auch Lytro Lichtfeldkamera

     

     

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