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    Lampenstative stehen durch Gewichte stabiler.

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    Manfrotto Peso Gewicht am Lampenstativ

    Ein möglichst tief angebrachtes Gewicht hat die größte Wirkung

    Ein Lampenstativ kann durch Gewichte seine Standfestigkeit erheblich verbessern.

     

    Bei einem Lampenstativ geht es darum, dass es seine Last sicher trägt und nicht umfällt, auch wenn es mal angestupst wird oder man am Kabel der Lichtquelle hängen bleibt.

    Wenn z.B. in 3 Meter Höhe die Oktabox mit 180 cm Durchmesser einen Windstoß (im Freien oder per Windmaschine) verpasst bekommt, dann darf das Stativ nur wackeln. Andernfalls hat man schnell einen Schaden in vierstelliger Höhe und wenn jemand so ein Trümmer auf den Kopf fällt, dann ist Schluss mit lustig.

     

    Es gibt zwischen Lampenstativen und Kamerastativen Unterschiede, deswegen gibt es einen separaten Beitrag zur Verbesserung der Standfestigkeit von Kamerastativen.

     

     

    Die Stabilität vom Lampenstativ verbessern

    Zunächst sollte man die grundsätzlichen Regeln, bei der Nutzung eines Lampenstativs, befolgen:

    • Den Fuß mit maximalem Durchmesser aufstellen
    • Ein Stativbein zeigt immer in dieselbe Richtung wie der Lichtformer. Es sei denn, es wird ein Ausleger (auch für Abschatter, o.ä.) benutzt, dann muss ein Bein in derselben Richtung wie der Auslegearm stehen.
    • Immer zuerst das Rohrsegment mit dem größten Durchmesser ausfahren.
    • Die Rohrsegmente nicht bis zum Anschlag ausfahren, am besten bis zu ca. 1/3 überlappen lassen.
    • Das Lichtstativ muss geradestehen
    • Die maximale Belastbarkeit (Tragkraft) der Stative deutlich unterschreiten.
    • Mit zusätzlichen Gewichten den Fuß beschweren, wenn das Stativ kopflastig wird.
    • Wenn der Schwerpunkt zur Seite wandert (z.B. bei Verwendung von Armen) oder einem Galgenstativ, ebenfalls den Fuß beschweren.

    Damit auch der Schwerpunkt bei langem Auszug möglichst tief liegt, beschwert man ein Lampenstativ oft mit Gewichten am Fuß (s. Bild oben). Auch wenn der Schwerpunkt z.B. durch einen Arm, Ausleger oder auch nur eine große Softbox zur Seite wandert, hilft ein Gewicht, welches dann auf der gegenüberliegen Seite als Gegengewicht, ebenfalls möglichst tief, angebracht wird.

     

    Sandsack

    Manfrotto G100 Sandsack 6 kg (Werbung)

    Foto: Amazon

    Der typische Foto- und Filmsandsack sieht ähnlich aus, wie eine Satteltasche mit zwei gegenüberliegenden Taschen die durch einen Steg verbunden sind. Auf dem Steg befindet sich ein Griff und zumindest an einem Ende ein Karabinerhaken oder eine Öse. Die Taschen werden normalerweise mit Sand gefüllt und besitzen einen doppelten Klettverschluss oder je nach Marke auch Reißverschlüsse.

    Befüllt werden sie normalerweise mit Sand, man kann auch feinen (Blumen-) Kies als Füllmaterial verwenden, weil je nach Umgang doch schon mal etwas Sand austreten kann.

    Die Sandsäcke gibt es in verschiedenen Größen und wiegen befüllt ca. 5 kg bis 35 kg je nach Modell.

    Der Vorteil der Sattelbauform ist, dass man diese Sandsäcke z.B. einfach über die waagerechten Beine eines C-Stands (s. Bild) legen kann und fertig. Der Karabiner ermöglicht das Einhängen in entsprechende Öffnungen oder Schlaufen (s. Galgen Bild unten).

    Es können auch mehrere Sandsäcke hintereinander als Reihe verbunden werden. Die maximale Belastbarkeit vom Stativ beachten.

     

    Lambenstativ mit Sunbounce Sandsack Adapter Befestigung und 3 Sandsäcken

    Für der Anbringung auf schrägen Stativbeinen gibt es z.B. von Sunbounce einen Sandsack-Adapter Artikel-Nr.: 720-100* (Werbung) Das ist ein kurzer Gurt mit einen Schnappverschluss und abgeflachten Befestigungsringen, an dem bis zu drei Sandsäcke befestigt werden können.

     

    Gegengewicht am Galgen

    Manfrotto Galgenstativ Combi S, + G100 (Werbung)

    Foto: Amazon

    Bei Nutzung eines Galgen wird der kurze Ausleger eigentlich immer mit einem passenden Gewicht beschwert, damit der Galgen eigenständig in der Waage steht und der Feststeller nur den Winkel fixiert und nicht das Gewicht halten muss. Von der Tendenz sollte die Lampe (Blitz) leicht nach oben wippen, damit diese nicht versehentlich auf den Boden aufschlagen kann.

    Der Sandsack am Galgen hat den Nachteil, des dieser nicht wirklich justiert werden kann, wenn er mit dem Karabiner eingehakt wird. Wenn man statt Sand beispielsweise Bleigewichte in den Sandsack legt, kann durch die verwendete Anzahl das Gegengewicht dosiert werden. Auch kann der Sandsack auf der Stange aufliegen, muss dann aber in der Position in beide Richtungen gesichtet werden, damit er nicht verrutschen kann.

    Da dies alles umständlich ist, nimmt man besser ein Peso-Gewicht (s.unten).

     

    Zusätzliche Beschwerung im Fuß

    Bei Verwendung eines Galgen sollte man immer den Stativfuß beschweren, denn jetzt hat man auf der einen Seite des Galgen-Arms die Lampe inkl. Lichtformer und auf der anderen Seite das Gegengewicht. Der Kippmoment steigt insgesamt an, weil sich das ganze Gewicht im Kopf des Stativs befindet.  Je höher das Ganze ausgefahren wird, desto kopflastiger wird es und um so leichter kippt es um. Gegengewicht(e) im Fuß verbessern die Standfestigkeit erheblich.

     

     

    Peso-Gewichte nicht nur am Galgen

    Manfrotto Peso Galgen Gewicht

    Manfrotto Galgen mit Peso Gewicht (Werbung)

    Foto: Amazon

    Das klassische Manfrotto Peso Galgengewicht gibt es in der 7 kg und 4,3 kg Ausführung und natürlich auch als Nachbauten von andern Firmen. Das Gegengewicht wird durch einen Klemmhebel an einem Rohr fixiert. Natürlich kann man es auch beispielsweise an die Mittelsäule eines Lampenstativs vertikal befestigen (s. Titelbild), wenn man es nicht an einem Galgen nutzt.

    Der Vorteil dieses Gewichtes gegenüber einem Sandsack ist die Variable Befestigung auf der Galgenstange, so kann man durch Verschieben viel einfacher den Galgen in die Waage bringen, als wenn man die komplette Stange in der Gelenkhalterung verschieben muss.

     

     

     

    Andere Gewichte

     

    Strebengewichte

    Jinbei Gewicht für Stative 2 kg

    Foto: Amazon

    Es gibt auch Gewichte, die in die Verstrebung des Dreibeins gehängt werden können, wie z.B. das 3 kg Stativgewicht von Walimex*  (Werbung) oder das abgebildete 2 kg Gewicht von Jinbei.

     

     

    Hantelscheiben

    5 kg Guss Hantelscheibe (Werbung)

    Foto: Amazon

    Hantelscheiben sind im Fotobereich nicht die typischen Gewichte. Bei Verwendung eines Kamerakran oder Jib-Arm sind es jedoch meistens die Standardgewichte, es sei denn, der Hersteller kocht sein eigenes und teures Süppchen.

    Mit stabilen Seilen, Kabelbindern oder ähnlich kann man Hantelscheiben auch z.B. als Hängegewichte am Stativ befestigen.

     

    Weitere Optionen

    Sunbounce Wasserflaschen Sandsack (Werbung)

    Foto: Amazon

    Sunbounce bietet beispielsweise den „Wasserflaschen Sandsack“ an, in den 3 Wasserflaschen mit bis zu 2 Liter Füllmenge passen. On Location sicher eine prima Idee. Aber mal unter uns, bei einem Preis von fast 40,- EUR würde ich persönlich eher auf die Baumwollbeutel an der Kasse eines Discounters zurückgreifen und mir für dasselbe Geld etwa 25 Beutel kaufen.

    Improvisation mit Taschen, Steinen, und anderen Dingen sind ausserhalb vom Studio so natürlich möglich. Die Lösungen sehen vielleicht nicht immer ganz so professionell aus wie gekaufte Artikel und je nach Nutzung ist die Handhabung auch umständlicher. Ein Blick auf die Stand-Beschwerungen auf dem Wochenmarkt gibt einem sicher noch ein paar DIY-Basteltipps zu einem guten Preis.

    Für Kamerastative gibt es noch die Dreiecksbeutel* (Werbung), die z.B. mit Steinen gefüllt werden können, das habe ich bei Leuchtenstativen noch nicht ausprobiert, ich hatte immer genug andere Gewichte als Ballast.

     

    Sicherung durch Abspannen

    Set zum abspannen als Wind-Sicherung (Werbung)

    Foto: Amazon

    Im Freien werden Lampenstative gerne auch wie Zelte mit Seilen abgespannt und so gegen Wind und das Umfallen zusätzlich gesichert.

    Gewichte gehören trotzdem auf den Fuß.

    Ein Blick in die Zeltabteilung mit Heringen, Spannseilen und Karabinern bietet hier eine entsprechende breite Auswahl. Auch die Investition in einen Hering-Herauszieher sollte man dann investieren.

     

     

    Lampenstativ - Manfrotto-Typ-14

    Manfrotto Typ 14

    Viele Manfrotto Lampenstative werden mit der Stativaufnahme Typ 14 (attachment type 14)  ausgestattet, diese besitzt bereits eine längliche Öffnung für die optionale Stativ-Sicherung mit Seilen. Die aktuelle Version hat jetzt die Öffnung allerdings an der Oberseite, gegenüber von dem kleinen Zapfen. Es gibt auch ältere Modelle ganz ohne diese Öffnung.

     

     

     

     

    Festnageln oder Heringe

    Bodenplatte zum nageln (Werbung)

    Foto: Amazon

    Es gibt für manche Lampenstative auch Bodenplatten, die fest mit dem Stativbein verschraubt werden. Die Platte besitzt Öffnungen durch die z.B. Nägel getrieben werden können. Natürlich funktioniert diese Lösung nicht auf allen Untergründen gleich gut.

    Felsbodenheringe oder Erdnägel in der richtigen Größe sind sicher eine gute Alternative zu den Zimmermannsnägeln in der Abbildung.

    Das Verschrauben direkt mit dem Fußboden ist sicherlich die stabilste Verbindung, nur das Verrücken wird dann zu einem Problem.

     

     

    Wer mehr über Lampenstative erfahren möchte, findet dies in folgenden Beiträgen:

    Lichtstative

    Leuchtenstativ-Bauformen


    siehe auch: Befestigung (Grip)

     

     

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    Gilt auch für die Abbildungen von Amazon.

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