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    Mit der GoPro Hero 5 Black im Badeurlaub

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    Ist die GoPro Hero 5 Black Action Cam die ideale Kamera für den Badeurlaub?

    Dies ist kein Test der GoPro Hero 5 Black Action Camera, sondern ein subjektiver Erfahrungsbericht, wie ich mit ihr als Urlaubskamera zurechtgekommen bin, was ich gut finde und was nicht.

    Ich bin gerade in der Dominikanischen Republik im Urlaub gewesen und hatte eine GoPro Hero 5 Black dabei. Ich habe die Kamera mitgenommen, um ganz normale Urlaubsbilder am Strand und im Wasser aufnehmen zu können, ohne Angst um eine kostspielige Fotoausrüstung haben zu müssen. Es geht hier also nicht um High-End Fotografie für einen Kalender oder ähnlich, sondern das was viele Menschen im Urlaub machen, ein paar anständige private Erinnerungsbilder.

     

    Fotokamera für den Badeurlaub

    Da es sich um einen normalen Badeurlaub handelte und nicht um eine Foto-Safari, wollte ich nicht unbedingt die DSLR-Kamera mit all ihren Objektiven, Filtern, Stativ, Computer und sonstigem Zubehör mitschleppen. Auch weil das Gepäcklimit von 20 kg sowie 6 kg Handgepäck im Handumdrehen vom Gewicht der Ausrüstung aufgefressen wird.

    Da der Sandstrand bei Wind fast wie ein Sandstrahlgerät wirkt und man nicht permanent auf seine Digitalkamera aufpassen möchte, sollte am Strand zum Baden und Schnorcheln eine wasserfeste und robuste Alternative her. Das Foto aus Fuerteventura (Playa De La Barca- Nähe Costa Calma), zeigt was ich meine.

    Es hat übrigens nur wenige Minuten gedauert, bis der Sand das Badetuch so paniert hatte. Hierbei handelt es sich allerdings auch um den Strand, der zum Surfen und Kiten genutzt wird.

    Daher habe ich mir eine GoPro Hero 5 Black geliehen, die ist von sich aus bis 10 Meter wasserdicht. Sie kann RAW Fotos mit 12 Megapixel aufnehmen und Videos sogar in 4k. Die Action Cam ist zudem sehr klein und leicht, was sich im Reisegepäck positiv auswirkt.

    Ich hatte auch noch eine Nikon DSLR mit 2 Objektiven dabei, die bleib aber die meiste Zeit im Safe.

     

    Gopro Hero 5 Vorbereitung

    Die Gopro Hero 5 Black wird ohne Objektivdeckel und nur mit einem USB-Kabel, einem Cage sowie 2 Klebehalterungen geliefert. Beim ersten Test zuhause hatte ich fast immer einen Finger auf dem Objektiv, besonders wenn man die Seitenklappe oder Akku- uns Speicherkartenabdeckung öffnet.

    Der Touchscreen kann unter Wasser übrigens nicht genutzt werden, da viel es mir leicht noch ein No-Name Unterwassergehäuse zu kaufen, um die Digitalkamera vor Kratzern und Sand zu schützen.

    Eine Schutzfolie für das Display sowie ein Objektivdeckel* (Werbung) wurde ebenfalls besorgt, um die Action Cam nach dem Urlaub in einem ordentlichen Zustand zurückgegeben zu können.

    Damit die Kamera besser gehalten werden kann und nicht versehentlich in den Tiefen des Karibischen Meeres untergeht, habe ich mir einen schwimmfähigen Griff gekauft. Weil das Originalzubehör mir viel zu überteuert erscheint, wurde es ein preiswertes China-Produkt, das zudem noch zahlreiches weitere Zubehör im Set enthielt.

     

    Aktion Cam mit Zubehör

    Ich hatte damit folgende Dinge dabei, die ich bei Amazon verlinkt habe, falls jemand sich dafür genauer interessiert.

     

    GoPro Hero 5 Black

    Weil der GoPro Hero 5 Black* (Werbung) nur ein USB auf USB3- Kabel beiliegt, musste noch ein passender Netz/USB Ladestecker mit Steckdosenadapter mitgenommen werden, um die Kamera laden zu können. Der von Smartphone reicht hierfür völlig aus. Siehe auch Stromversorgung auf Reisen.

     

    Unterwassergehäuse

    Auch hier wollte ich kein Vermögen ausgeben und bei Amazon wurde ein preiswertes Produkt* (Werbung) mit guten Bewertungen bestellt.

    Die Frontlinse der Gopro Hero muss bei der Nutzung nicht entfernt werden, dies ist bei den teuren Tiefsee-Tauchgehäusen oft nötig. Die Kamera passt perfekt hinein und falls das Gehäuse doch undicht sein sollte, habe ich trotzdem ein sicheres Gefühl, denn die Kamera ist ja bis 10 Meter Tiefe wasserdicht.

    Natürlich ist das Unterwassergehäuse aus billigem Plastik. Vor dem Objektiv ist es nicht anders. Wie gesagt waren Urlaubsbilder das Ziel und nicht die maximale Abbildungsleistung, besonders da ich kein Tauscher bin und unter Wasser noch nie fotografiert habe.

    Die Schutzfolien wurden erst am Strand für die 1. Nutzung vom Gehäuse entfernt. Die beiden Kameraknöpfe (Auslöser und Modus) konnten einwandfrei bedient werden.

    Es ist übrigens kein Wasser eingedrungen. Wie erwartet sind nach dem Urlaub ein paar Kratzer auf dem Unterwassergehäuse. Was als Schutz genau seiner Aufgabe entsprach.

     

    Zubehör Set mit Schwimmgriff

    GoPro Hero 5 Schwimmhilfe

    Der Schwimmgriff beinhaltet eine verstellbare Schlaufe, die um das Handgelenk gelegt werden kann. Der Griff ist hohl und in den zwei Wochen ist kein Wasser in sein Inneres gelangt. Das Foto zeigt den gelben Haltegriff und das Unterwassergehäuse schwimmend im Ozean.

    Der Rest des Zubehör Sets* (Werbung) blieb zu hause, demnach kann ich dazu nichts schreiben.

     

    Wie hat sich die Gopro Hero 5 Black geschlagen?

    Beginnen möchte ich mit den Problemen.

     

    Anzeigen im Display

    GoPro Hero 5 Black - Display - Unterwassergehäuse und schwimmfähige Handhalterung

    zum vergrößern anklicken

    In der Karibik ist es bei Sonnenschein sehr hell und man erkennt auf dem kleinen Display nicht viel. Das kennt man auch vom Smartphone oder anderen Anzeigen. Im Schatten geht es halbwegs. Das zusätzliche Unterwassergehäuse verschlechtert dies noch etwas.

    Auf dem Foto kann man an der oberen Displaykante das Speicherkartensymbol mit der Zahl 22.378 und die Batterieanzeige mit 93% erkennen. An der unteren Seite das Modussymbol für Fotos und den eingestellten Bildwinkel ENG. Im Liveview Bild erkennt man immerhin den Horizont. Die Tropfen sind übrigens nicht als Gestaltungsmittel aufgebracht worden, sondern kleben eben am Gehäuse, wenn man die Kamera aus dem Wasser holt. An der Frontlinse ist dies ebenso der Fall, was sichtbare Flecken im Bild erzeugen kann.

    GoPro Hero 5 Black - Selbstportrait unter Wasser

    Bei der Unterwasserfotografie wird es nicht besser die Displayinformationen ablesen zu können. Zudem auch die Taucherbrille schnell etwas beschlagen ist. Ich hätte mir einen einfachen aufsteckbaren Rahmensucher gewünscht, um das Motiv leichter anpeilen zu können.

    Auf der Vorderseite der Kamera befindet sich noch ein zweites LCD-Display, das den Modus, Akkustand und Bildzähler anzeigt (s. Titelbild).

     

     

    Bedienung

    Die GoPro Hero 5 Black kann Fotos, Fotoserien, Zeitraffer und Video aufnehmen. Der rechte Mode-Schalter dient dem Wechsel zwischen diesen Aufnahmetypen und zum Aus- und Einschalten der Kamera. Es gibt auch noch ein Fast-Start der Kamera über den Auslöser.

    Was soll ich sagen, ich und meine Freundin haben so einige Fehlaufnahmen gemacht, indem z.B. direkt 30 Fotos als Serie und zahlreiche unbeabsichtigte Videos aufgenommen wurden. Ich habe es übrigens nicht geschafft die überzähligen 29 Serienbilder in der Kamera zu löschen, sondern nur alle 30, da diese als „Ordner“ zusammenhängen. Am Computer kann man das machen, ich hatte aber keinen Dabei.

    Die Gopro bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Blickwinkel aufnehmen zu können. Hierfür muss allerdings das Menü per Touchscreen genutzt werden. Es gibt auch einen Modus „Linear“ der die Bildverzerrung ausgleicht. Bei diesen Optionen handelt es sich nicht um optische, sondern per Software gerechnete. Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit der Umstellung, die kenne ich jedoch nicht.

    Aufgrund der bereits aufgetretenen unbeabsichtigten Fehlbedienungen würde ein zusätzlicher Knopf die Handhabung sicher verbessern.

    Auch die Sprachsteuerung hilft bei der Unterwasserfotografie mit dem Schnorchel im Mund einleuchtenderweise nicht weiter. Bei den 12 Befehlen der Sprachsteuerung gibt es keinen um den Bildausschnitt zu verändern, sondern nur um die unterschiedlichen Modi (Foto, Video, Zeitraffer etc.) zu starten und zu beenden.

    Fische fotografiert in der Dominikanischen Republik mit GoPro Hero 5 Black

    Obwohl sich das bis hierhin vielleicht noch nicht so prickelnd anhört, hätte ich die Kamera im Urlaub nicht missen wollen.

    Zum einen befestigt man die Kamera normalerweise z.B. am Helm und springt aus dem Flugzeug oder rast per Fahrrad einen Berg hinunter und nimmt halsbrecherische Filme mit dem Produkt auf. Deswegen heißt diese Art der Kamera ja Action-Cam.

    Beim Fotografieren vertraut man der Automatik und hält eben irgendwie drauf und macht die Bilder, die man mit seiner teuren DSLR nicht machen würde. Weil man das Risiko vor Beschädigung oder Verlust normalerweise nicht eingehen möchte. Bildgestaltung steht nicht Vordergrund, sondern den erlebten, vielleicht unvergesslichen Augenblick, ähnlich wie beim klassischen Schnappschuss, festzuhalten.

    Im Weitwinkelmodus kann die Gopro Hero 5 RAW- und JPG-Dateien speichern, was z.B. in Lightroom und Photoshop Spielraum für die Nachbearbeitung bietet. Capture One Pro 10.1 unterstützt das RAW-Format leider nicht.

     

    Bildqualität

    Seestern unter Wasser - fotografiert mit GoPro Hero 5 Black - Dominikanische Republik - Karibik

    Die gemachten JPG Fotos zeigen etwas mehr Bildrauschen als die RAW Dateien. Die Bildqualität kommt wie erwartet nicht an die einer DSLR mit hochwertigen Objektiven heran. Der Bildsensor ist auch um ein vielfaches kleiner und 12 Megapixel sind im Vergleich eben doch weniger als 24 MP. Die gezeigten Bilder wurden in Lightroom entwickelt und teilweise im Format beschnitten.

     

    Video

    Eigentlich wollte ich keine Videoaufnahmen machen. Aber aufgrund der vielen Fische habe ich auch ein paar Sequenzen in Full-HD gefilmt.

    Da am Ende die Speicherkarte inkl. etwas über 1200 Fotos nur zu etwa 10% belegt war, ärgert es mich jetzt etwas, dass ich Videos nicht in 4k  aufgenommen habe. Die anfangs genannte Zahl neben der Speicherkarte war somit die Schätzung, wie viele Bilder voraussichtlich auf die 64 GB Speicherkarte* (Werbung) passen werden. In diesem Moment wurden jedoch „nur“ JPGs gespeichert, weil der Blickwinkel ENG aktiv war.

     

     

    Fazit

    Jede Kamera ohne echten Sucher (egal ob optisch oder elektronisch) taugt im Freien bei Sonnenschein nicht viel, wenn die Sonne direkt auf den Monitor scheint. Das Display ist aufgrund der Größe der Kamera zudem noch sehr klein. Manchmal reicht es, um das Motiv zu positionieren, dann wieder nicht. Bei der Unterwasserfotografie (schnorcheln) war es nicht besser.

    Wer regelmäßig zoomen möchte, wird auch nicht glücklich werden, da ist eine Kompaktkamera wie z.B. die Olympus TG-5 (Wasserdicht bis 15 Meter) wahrscheinlich besser geeignet.

    Ich bin mit den gemachten Aufnahmen im großen und ganzen zufrieden und bin sehr froh, dass wir die GoPro Hero 5 Black dabei hatten. Auch an Land sind die Ergebnisse brauchbar. Das obere Bild wurde mit Unterwassergehäuse fotografiert, das untere ohne.

    Ob ich mir jetzt eine GoPro kaufen werde?

    Der eigentliche Sinn und Zweck dieser Kamera ist das Aufnehmen von Videosequenzen, wenn Größe und Gewicht der Kamera gering sein müssen. Die Möglichkeit Fotos machen zu können ist eher ein technisches Abfallprodukt und nicht der Entwicklungsgrund für diese Action Cam.

    Von daher würde ich mir die Gopro nur kaufen, um 4k oder HD-Videos machen zu können, sofern die Größe der Kamera die entscheidende Rolle spielt. Zum reinen Fotografieren fehlen mir die schnellen Einstellungsmöglichkeiten.

    Gegenüber der Sony FDR-X1000 4K Actioncam hat die Hero 5 Black einen Monitor, welcher dann doch eine Hilfe ist, denn jedes Display ist besser als gar keine Bildanzeige.

    Für den nächsten Badeurlaub werde ich mir die Gopro Hero 5 Black wieder ausleihen wollen, denn man taucht in eine ganz andere Welt ein, was ich persönlich spannend finde.

    Ich schaue allerdings nach weiteren Alternativen für die Unterwasserfotografie, letztlich ist es eine Preisfrage. Es gibt einige wasserdichte Kompaktkameras und man muss für einen Urlaub im Jahr nicht gleich viele Tausend Euro für eine professionelle Lösung ausgeben wollen.

    Wenn doch, spielen die 30 Euro Aufpreis pro Kilo Übergewicht vom Reisegepäck auch keine Rolle mehr. Wer dann noch tiefer tauchen möchte als beim Schnorcheln, sollte daran denken, dass der Rotlichtanteil im Wasser als erstes absorbiert wird und man künstliche Beleuchtung für die richtige Farbwiedergabe benötigt.

    Von Sealife gibt es z.B. die DC 2000 Unterwasserkamera (SL740) inkl. LED-Lichtquelle im Set* (Werbung) um 1.090,- EUR. Die Kamera kann ohne extra Unterwassergehäuse bis 18 Meter Tiefe genutzt werden und hat einen 20 MP Bildsensor von Sony.

    Die wasserdichten Kompaktmodelle besitzen häufig einen integrierten Blitz, der ist dicht am Objektiv und bringt die damit bekannten Probleme mit sich. Man landet bei gehobenen Ansprüchen somit wieder im höheren Preissegment.

    Die Gopro war für meine ersten Tauchversuche genau richtig und für Urlaubsbilder reicht die Qualität völlig aus. Die Defizite sind ärgerlich aber verschmerzbar.

    Vielleicht kennt sich von euch jemand auf diesem Gebiet gut aus und kann ein paar Tipps posten.

     

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    siehe auch: Unterwasserfotografie Ausrüstung (Hüllen, Gehäuse, Kameras)

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