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    Nikon Corporation

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    Die japanische Nikon Corporation ist nach Canon der weltweit zweitgrößte Hersteller von DSLR-Kameras. Anders als Canon, wo man seit den 1970er-Jahren auf eine zunehmende Automatisierung der Fertigungsprozesse setzte, wählte man bei Nikon den Weg, die Fertigung konsequent an Standorte zu verlagern, wo die Lohnkosten möglichst niedrig waren. Eine Politik, die man bei Nikon bis heute verfolgt.

    Der heutige Firma Nikon geht zurück auf die im Jahre 1917 unter dem Namen Nippon Kogaku K.K. aus dem Zusammenschluss der Tokyo Keiki Seisaku Sho, Iwaki Glass Manufacturing und Fujii Lens Seizo Sho gegründeten Unternehmen. Die Fusion wurde damals von der Mitsubishi-Gruppe maßgeblich unterstützt, die bis heute eine Beteiligung an Nikon hält. 1988 wurde der Name des Unternehmens geändert in K. K. Nikon (Nikon Corporation).

    Seit 1932 werden von Nippon Kogaku Kameraobjektive unter dem Namen Nikkor produziert und von 1937 bis 1947 lieferte das Unternehmen die Objektive für die Kameras der heutigen Firma Canon. 1946 entstand aus dem Unternehmensnamen Nippon Kogaku K. K. der Produktname Nikon. Und 1948 brachte man mit der Nikon I (24 x 32 mm) die erste Messsucherkamera mit Wechselobjektiven heraus. Während sich die meisten Wettbewerber an der deutschen Leica orientierten, setzte man bei Nippon Kogaku auf das Vorbild Contax. Die Nikkor-Objektive, die es auch mit Anschluss für die Schraubgewinde-Leicas gab, waren Bajonett-kompatibel mit den Contax-Objektiven von Carl Zeiss. Sie untersschieden sich jedoch bei den Steuerkurven der Tele-Brennweiten.

    Nikon M

    Nikon M – Foto: Hersteller

    Die 1949 vorgestellte Nikon M war für das Filmformat 24 x 34 mm ausgelegt und 1954 folgt mit der Nikon S2 die erste Nikon-Messsucher-Kamera im KB-Vollformat 24 x 36 mm. Die Messucherkameras wurde weiter perfektioniert, so hatte die von 1957 bis 1965 produzierte Nikon SP schon einen Anschluss für einen Filmtransportmotor. Dann ging das Zeitalter der Messsucherkameras jedoch zu ende. 2000 legte man jedoch ein modifiziertes Modell der Nikon S3 auf und 2005 eine modernisierte Version der Nikon SP, von der bis in die jüngste Zeit immer wieder fabrikneue Exemplare im Handel zu finden sind. Im Februar 2001 brachte Cosina drei neue Weitwinkel for die Sucherkameras von Nikon und Contax unter dem Namen Voigtlander SC-Skopar auf den Markt: das 4/21 mm, das 4/25 mm und das 2,5/35 mm.

     

    Nikon F

    Nikon F Photomic-FTN - Foto: NIkon

    Nikon F Photomic-FTN – Foto: NIkon

    Im Jahre 1959 wurde mit der Nikon F das erste Kleinbild-Spiegereflex-Modell mit dem bis heute beibehaltenen F-Bajonett vorgestellt. Der Name F, soll zu Ehren von Masahiko Fuketa dem Entwickler der Nikon F und Nikons Vizepräsident Mitte der 1970er-Jahre gewählt worden sein. Typisch für die Nikon-F-Objektive war damals die Gabel, die für die Übertragung der Blendeneinstellung auf den Belichtungsmesser im Sucher benötigt wurde.

    So erfolgreich Nippon Kogaku K. K. mit der Nikon F auch war, die Kamera konnte den Massenmarkt nicht erobern. Joseph Ehrenreich vom US-amerikanischen Nikon-Importeur Ehrenreich Photo-Optical Industries (EPOI), die den Vertrieb für die USA im Jahre 1954 übernommen hatten, sah jedoch einen Bedarf für ein preiswerteres Modell und da traf es sich gut, dass EPOI neben der Nikon F auch weitere japanische Kameramarken importierte, darunter Mamiya. Von dort bezog man dann die Nikkorex 35, die im Jahre 1960 die auf den Markt kam. Es spricht Vieles dafür, dass Nippon Kogaku damals ein fertiges Kamerakonzept von Mamiya einkaufte.

    NIKKOREX 35

    NIKKOREX – Foto: Hersteller

    Die Kamera hatte ein fest eingebautes 50-mm-Objektiv mit einem Zentralverschliss vom Uhrenhersteller Citzen. Der Kamera war kein großer Erfolg beschieden und auch die Nachfolgemodelle bis zur Nikkorex F mit F-Bajonett, für die es die ebenfalls von Mamiya stammenden Wechselobjektive Nikkorex (Sekor) 2,8/35 mm und Nikkorex (Sekor) 2,8/135 mm gab. Nach 1966 die Produktion der nicht erfolgreichen Serien eingestellt und das Kamerakonzept an die damalige Riken Optical Co. verkauft, die sie als Ricoh Singlex wiederaufleben ließ, welche in der ersten Version ein Nikon-F-Bajonett hatte.

     

    Nikon FE - Foto: Hersteller

    Nikon FE – Foto: Hersteller

    Inzwischen hatte man mit den Nikomat-/Nikkormat-Modellen eine erfoglreichere Baureihe selbst entwickelt. Ab Juli 1965 stellte Nikon mit der Nikkormat FT selbst eine Kamera her, mit der das Unternehmen auch für Amateurfotografen die passende Kamera anbieten konnte. Im Gegensatz zu den zuvor zugekauften Geräten verfügte das neue Modell jedoch mit TTL-Belichtungsmessung Ab 1977 übernahmen die Modelle Nikon FM und FE und ihre Nachfolger die Rolle der Nikkormat-Kameras.

     


    weiter mit Nikon im Zeitalter der digitalen Kameras

     

     

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