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    Softbox – Lichtformer für Blitz- und Dauerlicht

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    softbox quadratisch von vorne

    eine quadratische Softbox von vorne

    Softbox

    Die Softbox macht aufgrund ihrer großen Fläche ein weiches Licht. Den Namen hat sie aber nicht wegen des weichen (soften) Lichtes, sondern aufgrund ihrer Leichtbauweise. Eine Softbox ist ähnlich aufgebaut wie ein Zelt. Es gibt eine weiche (softe) Hülle, die durch Stangen in Form gebracht und an einem Ende in einem Ring gesteckt werden, welcher an die Lichtquelle montiert wird.

    Die Hülle ist auf der Innenseite Silber oder weiß beschichtet und reflektiert somit das Licht wie ein Reflektor auch nach vorne. Dort befindet sich ein meist abnehmbarer Front-Diffusor. Dies ist ein lichtdurchlässiges Gewebe, welche das Licht streut und somit diffuser macht. Allerdings reduziert es auch die Helligkeit.

    Oftmals gibt es noch einen herausnehmbaren Innendiffusor, der das Licht noch mehr streut und somit gleichmäßiger verteilt.

    Wenn man auf dem Außendiffusor in der Mitte einen deutlich helleren Bereich hat, ist dies ein sogenannter Hotspot. Die Softbox verteilt dann das Licht nicht gleichmäßig, wie es eigentlich beabsichtigt ist.

    Die Hersteller haben z.B. unterschiedliche Innendiffusoren, welche in der Mitte z.B. eine kleine lichtundurchlässige Fläche besitzen (ähnlich wie beim Beauty Dish) um so einen Hotspot zu vermeiden.

    Durch Weglassen eines oder beider Diffusoren wird das Licht knackiger, die Kontrastwirkung wird stärker, die Schatten dunkler.

    Oftmals können noch Waben vor den Äußeren Diffusor angebracht werden, dadurch wird vagabundierendes Licht minimiert und das Licht stärker nach vorne gerichtet. Der äußere Diffusor ist dann etwa 5 cm nach innen eingerückt.

    Softboxen gibt es für Aufsteckblitze (eng. Flashgun oder Speedlite) , Studioblitze (eng. Stone, kompakte Studioblitze (Monolitghts) und Dauerlicht (engl. Continuous Lighting) auch Glühlicht (eng. tungsten) oder  heißes Licht (eng. hot lights).

    Wenn man Softboxen sowohl für Blitz- als auch Dauerlicht nutzen will, dann muss man darauf achten, dass sie eine hohe Hitzebeständigkeit besitzen. Die Hersteller geben für heißes Licht die maximale Wattleistung an, welche sich auf die Hitzeentwicklung von Halogen-Leuchtmitteln bezieht.

    Eine Lichtwanne ist von der Größe und dem Lichtcharakter das stabile Äquivalent zur Softbox und besteht aus Metall, Aluminium oder aus einer Verbundbauweise aus Glasfasermatten und Polyesterharz. Die Leuchtfläche besteht meistens aus opalen (lichtdurchlässigen) Acrylglas.

     

    Vorteile der Softbox

    Sie ist leicht und für den Transport zerlegbar wie ein Zelt.

    Bevor es Softboxen gab, hat man mit einer großen Diffusorfläche gearbeitet, dies war z.B. transparentes Zeichenpapier oder spezielle Diffussorfolie aus dem Filmbedarf, welche man z.B. mit doppelseitigem Klebeband auf einen Rahmen gespannt hat. Die Lichtquelle mit Reflektor wurde entsprechend dahinter positioniert. Das funktioniert Heute immer noch prima, der Nachteil ist, das die Diffusorfläche nicht nur Licht durchlässt, sondern auch reflektiert.

    Bei der Softbox gibt es so gut wie kein Streulicht, da Licht „nur“ durch die Diffusorfläche abgestrahlt wird, was gerade in kleinen Studios von Vorteil ist. (Schwachstelle für ungewollten Lichtaustritt ist manchmal der Bereich des Anschlussrings oder bei Heißlicht gibt es Öffnungen, damit die Luft zirkulieren kann.)

     

    Achtung

    Softboxen für heißes Licht können auch für Blitzlicht verwendet werden. Aber Softboxen für Blitzlicht schmelzen bei Nutzung an Dauerlichtquellen oder gehen in Flammen auf. Daher auch die maximale Wattleistung bei Dauerlicht achten!

     

    Tipp

    Die Softbox wird auf kurze Distanz zum Motiv eingesetzt, je weiter diese entfernt wird desto größer muss die Softbox sein.

    Die Größe der Softbox wirkt sich nicht auf den Abstrahlwinkel, sondern nur auf die Lichtcharakteristik.

    Die Ausrichtung einer rechteckigen Softbox, besonders eines Striplights wirkt sich stark auf die Schattenbildung aus, daher sollten diese stufenlos drehbar sein.

     

    Formate und Seitenverhältnisse

    „Normale“ Studio-Softboxen sind entweder quadratisch oder rechteckig. Die Größe reicht von ca. 20 x 30 cm bis ca. 180 x 150 cm.

    Es gibt aber auch Sondergrößen, die z.B. in der Automobilfotografie eingesetzt werden und dann auch schnell 10 Meter lang sein können. Die werden aber auch speziell aufgehangen und es kommen etliche Blitzköpfe hinein.

    Softboxen, die schmal und lang sind, gehören in die Gruppe der Striplights.

    Achteckige Versionen werden meist Octabox genannt.

    Manche Hersteller bieten auch spezielle „dünnere“ Softboxen an die weniger tief sind, was unter beengten Platzverhältnissen Sinn macht.

    Einige wenige Herstelle bieten auch asymmetrische Softboxen an, welche das Licht ungleichmäßig verteilen.

     

    Experiment:

    Stellen Sie die Softbox, möglichst ein Striplight, im Abstand von ca. einem Meter vor eine helle Fläche (Wand). Nehmen sie einen länglichen Gegenstand (Nudelholz, Rohr oder zusammengeklapptes Stativ o.ä. in die Hand) und halten es zwischen die Lichtquelle und die Wand. Jetzt den Schattenwurf an der Wand ansehen und danach entweder die Softbox oder den Gegenstand drehen und den Schattenwurf beobachten.

    Das Ergebnis sollte jetzt folgendermaßen gewesen sein. Wenn beispielsweise das Striplight und der Gegenstand beide vertikal stehen, sieht man einen weichen aber eindeutigen Schatten. Dieser Schatten verschwindet, wenn einer von beiden anders ausgerichtet ist. Weil das Licht dann den Gegenstand umfließt und der Schatten aufhellt. Wenn die Unterschiede langen zur kurzen Seite der Softbox nicht so ausgeprägt sind, dann ändert sich nur die Intensivität des Schattens. Bei quadratischen, runden oder vieleckigen Softboxen tritt dieser Effekt nicht auf.

     

     

    Die Softbox an einem Stufenlinsenscheinwerfer

    Prinzipiel geht das, allerdings bekommt man gegenüber anderen Lösungen eine Lampenkonstruktion welche sehr tief ist. Die Leuchtfläche hat in der Regel einen deutlichen Hotspot. Auch ist die Lichtausbeute gegenüber Lichtquellen die im Brennpunkt der Softbox liegen unterlegen. Hier gibt es ein englisches Video von der Firma Dedolight (Werbung)zu diesem Thema, es gibt aber auch andere Lösungen wie diese.

     

     

    Zubehör

    Softbox Grid (Waben), dadurch wird das Licht gerichtet.

    Manche Firmen bieten unterschiedliche Bespannungen mit unterschiedlichen Diffusionsgrad oder Farbtemperaturfilter für Dauerlicht an.

    Softbox-Adapter für Systemblitze / Aufsteckblitze

    Viele Hersteller geben Ihren Produkten eigene (Marken-)Namen, aber es bleiben trotzdem Softboxen.

    Ich verwende beispielsweise auch gerne Softboxen der Firma Photoflex mit dem Kürzel nxt, denn diese sind für heißes und kaltes Licht geeignet. Durch einen austauschbaren Adapterring können diese an Geräte von fast allen Marken angebracht werden.

    Es gibt auch andere Hersteller z.B. Chimera, Westcott, Profoto, Aurora Lite Bank, etc. die auch Softbox-Serien herstellen, die für beide Welten gleich geeignet sind.

     


    Lichtformer

     

     

     

     

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