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    Stromversorgung auf Reisen » Fototipps

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    Stromversorgung Urlaub Reisen - Fotografie

    Im Ausland sind die Steckdosen oftmals ganz anders.

     

    Steckdosen sind nicht immer verfügbar oder passen nicht zum Stecker vom Ladegerät.

    Reiseadapter, Powerbank, Solarpanel und Co. können hilfreich sein, denn ohne Strom keine digitale Fotografie.

    Die Tipps sind nicht nur für Kamera- und Blitz-Akkus, sondern auch für Smartphones, Tablets, Laptops und weitere Geräte geeignet, die bekanntlich nicht durch tagelange Akkulaufzeiten glänzen.

    Bei einem Tagesausflug ist es noch relativ einfach, ein zweiter Akku-Satz für Kamera und Blitz reicht da meistens schon aus. Bei längeren Reisen und auch etwas abseits der Zivilisation gestaltet es sich schon schwieriger. Und was machen wir bei Geräten, die einen fest verbautem Akku besitzen?

     

    Stromversorgung mit Netzspannung

    In anderen Ländern gibt es neben einer Vielzahl von unterschiedlichen Steckdosen, leider zum Teil auch andere Netzspannungen. Daher sollte man sich vorher schlaumachen, ob die eigenen elektronischen Geräte, wie z.B. Ladegeräte, ohne Weiteres im Reiseland betrieben werden können.

     

    Stimmt die Spannung?

    Ein Blick in das Handbuch oder auf das angebrachte Label, sollte Auskunft darüber geben können, mit welchen Spannungen das Gerät betrieben werden darf.

    Bei manchen Geräten kann man die zulässige Spannung auch per Münze oder Schraubendreher umstellen. Bei Blitzgeräten mit Dauerlicht muss meistens noch das Einstelllicht samt dazugehöriger Sicherung getauscht werden.

    Das gezeigte Label erlaubt einen Betrieb zwischen 100 bis 240 Volt Wechselstrom mit einer Frequenz von 50-60 Hz und deckt damit so ziemlich die ganze Welt ab. Das kann bei anderen Produkten völlig anders sein und sollte gewissenhaft überprüft werden.

     

    Stromversorgung mit Steckdosenadapter für Kamera Akku Ladegerät

    Dieses Ladegerät für einen Kamera-Akku ist in vielen Ländern nutzbar, vorausgesetzt man hat den richtigen Steckdosenadapter.

     

    Wenn die Spannung nicht passt, benötigt man einen passenden Spannungswandler*, (Werbung) die gibt es auch in Deutschland um beispielsweise in den USA gekaufte 110 V Geräte an einer 220 V-Steckdose zu betreiben*. (Werbung)

    Achtung, unbedingt auf die Watt-Angabe achten, bis zu welcher der Spannungswandler maximal belastet werden darf!

    Alternativ kann man sich auch ein Ladegerät kaufen, welches mit der Spannung vor Ort funktioniert.

     

    Passt der Stecker in die Steckdose?

    In Deutschland gibt es den Schuko- (Schutz-Kontakt) Stecker auch Stecker-Typ F genannt, den Konturenstecker (sieht ähnlich aus, besitzt aber keinen Schutzkontakt) und den schmalen Eurostecker auch als Stecker-Typ C bezeichnet. An der Bezeichnung Eurostecker erkennt man schon, dass es eine gewisse Kompatibilität gibt.

     

    Stromversorgung Reiseadapter (Werbung)

    Reiseadapter – Foto: Amazon

    Die genannten Steckertypen sind teilweise mit anderen Steckern kompatibel und können dann auch ohne Adapter genutzt werden. Um festzustellen ob und welchen Steckdosen-Adapter man beispielsweise in den USA, Kuba, Australien, China, Thailand, Italien, Irland, Spanien oder der Schweiz benötigt, hilft der Blick in eine entsprechende Übersicht, wo neben dem Steckertyp auch die Spannung angegeben wird.

    Eine Übersicht der Netzspannungen und Wechselfrequenzen sowie der unterschiedlichen Steckertypen findet ihr z.B. bei Steckdosen der Welt (Werbung) oder Wikipedia (Werbung)

    Ein universeller Reiseadapter* (Werbung) gehört also in vielen Ländern unbedingt mit in die Fototasche.

    Damit man nicht für jedes Gerät einen Steckdosenadapter* (Werbung) kaufen muss, kann man z.B. eine 3-fach Steckdosenleiste mitnehmen, um gleichzeitig auch das Smartphone oder Tablet laden zu können.

     

    Hinweis
    Kompaktnetzteile, die man direkt in eine Steckdose steckt, halten teilweise in ausländischen Wandsteckdosen nicht gut und können sogar aus der Steckdose fallen. In Verbindung mit einem Reiseadapter wird die feste Verbindung noch schlechter, da der Hebel zusätzlich verlängert wird. Das betrifft z.B. den USA 2 Pin-Stecker ohne Schutzkontakt. Wenn über Nacht dann das Ladegerät aus der Steckdose fällt (ist mir übrigens schon passiert), hat man am nächsten Tag keinen geladenen Akku.

     

     

    Mobile Stromversorgung unterwegs

    Wenn man längere Zeit ohne Steckdose auskommen muss und das sind für einige Geräte nur ein paar Stunden, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, damit einem nicht der Strom ausgeht.

    Für große Produktionen mit entsprechendem Lichtequipment wird man auf Benzin-Stromerzeuger* (Werbung) zurückgreifen müssen, die werden und wir hier nicht behandeln. Es geht um mobile Lösungen für den Urlaub, die man auch in einem Rücksack verstauen kann.

    Ich gehe davon aus, dass man seine Akkus vollgeladen hat, wenn man seine Fototour startet und sinnvollerweise auch Ersatzakkus für die Kamera und den Blitz dabei hat. Aber es gibt natürlich Reisen, wo man abends nicht wieder eine Steckdose zur Verfügung hat. Oder man nutzt zusätzliche Geräte wie z.B. ein Tablet, Smartphone oder elektrische Slider zur Steuerung von Timelapse-Aufnahmen.

     

     

    Universelle Akku-Packs oder Akku Power Banks

    Externe Akkupacks auch Powerbanks genannt, bieten genügend Energie um beispielsweise einen Smartphone Akku mehrfach aufzuladen.

    Über die richtige Dimensionierung muss man sich natürlich Gedanken machen, denn wer beispielsweise ein Laptop unterwegs aufladen möchte, braucht eine ganz andere Kapazität.

    Wenn der eingebaute Akku nicht wechselbar ist, kann man diesen meistens über den 5 Volt USB-Stecker laden.

    Akku Powerbanks besitzen meistens einen oder mehrere USB-Anschlüsse und können je nach Dimensionierung auch mehrere Geräte gleichzeitig laden.

    Weil nicht jeder Akku „nur“ 5 Volt benötigt, gibt es Powerbanks* die neben den 5 V auch 12 V oder bis zu 20 V unterstützen, um so z.B. Kameraakkus laden zu können. Hierzu benötigt man ein passendes Ladegerät mit dem richtigen Stecker, s.u. KFZ-Zigarettenanzünder.

    Die externen Akkus gibt es in einer Vielzahl von unterschiedlichen Abmessungen mit unterschiedlichen Kapazitäten z.B. diesen  mit 20.000 mAh* (Werbung)

     

    Akku mit eingebautem Solarmodul

    Manche Akkupacks besitzen eingebaute Solarzellen, die allerdings mehrere Tage benötigen, bis der Akku wieder voll ist. Aber besser als gar nichts und so ein kleines Pack kann z.B. beim Wandern am Rucksack befestigt werden, wie der spritzwassergeschützte eBoot mit 5.000 mAh  oder eine andere Outdoor-Variante mit 23.000 mAh (Werbung)

     

    Solar Panel

    Wer seine Akku Power Bank schneller aufladen möchte, braucht viel mehr Solarfläche und ein 15-W-Solarladegerät ist natürlich schneller als ein 9W oder 2W Solarpanel. Hier sollte man grob überschlagen, welche Leistung man benötigt.

    Stromversorgung auf Reisen per Solarpanel (Werbung)

    20 Watt Panel mit USB-Ausgang 5V / 2A (Max.) bei Amazon

    Wenn der Akku z.B. 10.000 mAh Kapazität besitzt und das Solarpaneel bei Sonnenschein maximal 100 mAh erzeugt, dann dauert es mindestens 100 Sonnenstunden, den Akku vollständig zu laden.

    Ein Solarpanel mit 1.000 mAh benötigt (nur) ca. 10 Sonnenstunden. Man sollte allerdings genügend Puffer einkalkulieren, da die Hersteller vom theoretisch möglichen ausgehen. Die Sonne wandert im Tagesverlauf, was eine kontinuierliche Nachführung des Panels erfordert, um die Maximalwerte erreichen zu können. Daher lieber das Solar Panel eine Stufe größer wählen.

    Theoretisch kann man über das Panel auch direkt den Endverbraucher aufladen, ich finde es jedoch ratsamer über einen separaten Akku zu gehen, weil viele Geräte nur laden, wenn diese die richtigen Werte zur Verfügung gestellt bekommen.

    Die Leistung eines Solarpanels schwankt je nach Sonneneinstrahlung extrem und jede Wolke verschlechtert die Leistung und bricht eventuell sogar den Ladevorgang des Smartphones ab. In der Regel muss man dann das Kabel trennen und wieder neu verbinden, damit der Ladevorgang wieder startet. Es gibt auch intelligente Geräte, bei denen man das nicht machen muss.

    Was macht man, wenn tagsüber der Akku voll ist und das Gerät erst abends oder nachts aufgeladen werden muss?

    Beim Weg über eine Powerbank hat man das Problem nicht und kann vor allem universeller mit der Energie umgehen.

    Die faltbaren Solarmodule gibt es mit bis zu 100 Watt, teilweise wird noch ein Solarladeregler benötigt, damit die Batterie nicht überladen wird.

     

     

    Akku am KFZ-Zigarettenanzünder laden

    Wer mit dem Auto unterwegs ist, findet meistes einen Zigarettenanzünder vor, der als Ladesteckdose genutzt werden kann.

    Für den Akku der Kamera gibt es zahlreiche Ladegeräte, die auch am Zigarettenanzünder im KFZ und somit über 12 V Stromquellen betrieben werden können, beispielsweise für

    Canon LP-E6* (Werbung)Canon LP-E8* (Werbung)

    Nikon EN-EL15* (Werbung)Nikon EN-EL14 und EN-EL14a* (Werbung)

    Diese Ladegeräte können natürlich auch an einer Powerbank angeschlossen werden, um den Akku der Kamera zu laden.

    Für den Zigarettenanzünder gibt es auch entsprechende Adapter, die 5 V als USB-Buchse(n) anbieten.

    Stromversorgung auf Reisen per KFZ-Adapter (Werbung)

    Foto: Amazon

    Wie sind Eure Erfahrungen und gibt es noch etwas zu ergänzen?

     

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    siehe auch: Mit der GoPro Hero 5 Black im Badeurlaub

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