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    Der richtige Studioblitz

    Von
    Studioblitz

    Das Bild zeigt einen Studioblitz in Kompaktbauweise mit angebrachtem Weitwinkelreflektor (Leuchtwinkel 90 Grad).

    Kriterien für die Auswahl einer Studioblitzanlage und Unterschiede zu Aufsteckblitzen?

    Häufig gestellte Fragen zum  Thema Studioblitz sind:

    Welche Studioblitze gibt es?

    Was sind die Unterschiede?

    Worauf soll ich bei einem Studioblitz achten?

    Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile, so ist es auch bei Studioblitzanlagen. Man unterscheidet in der Studiofotografie zwei Arten der Studioblitzleuchte:

     

    Kompaktblitze

    Der Blitzkopf inklusive Einstelllicht und Generator befindet sich im Lampenkopf. Je höher die Leistung desto größer und schwerer wird der Kompaktblitzkopf.

    Der Vorteil beim Kompaktblitz ist, dass alles in einem Gehäuse ist und dies ist auch sein Nachteil. Denn dadurch wird der Kompaktblitzkopf größer und schwerer als ein reiner Blitzkopf. Der komfortabel vom Generator aus in seiner Leistung geregelt wird. Dies gilt auch für alle weitere Einstellungen wie z.B. Einstelllicht (ein, aus, proportional), Sound, Synchronisation, Blitzgruppe, etc. Wenn der Kompaktblitz z.B. hoch oben an einem Galgen befestigt ist, kann man diesen nur per Leiter oder einer optionalen Fernbedienung, die es nicht für alle Geräte gibt, einstellen.

     

    Generatoren mit externen Blitzköpfen

    Im Blitzkopf befindet sich nur die Blitzröhre, das Einstelllicht und ein Lüfter eventuell gibt es noch einen Schalter. Ein festes oder wechselbares Kabel wird mit dem Generator verbunden. Der Blitzgenerator enthält die ganze Elektronik. Je nach Generator können ein bis vier Blitzköpfe angeschlossen werden.

    Früher war es so, das die Blitzleistung identisch an die Köpfe verteilt wurde. Wenn der Generator also 1000 Ws Leistung hatte, dann bekam ein angeschlossener Blitzkopf 1000 Ws. Bei zwei Köpfen bekam jeder 500 Ws, sofern man die maximale Leistung eingestellt hatte. Alternativ gab es asymmetrische Generatoren, welche die Leistung in einem festen Verhältnis zB 75% zu 25% verteilt haben, was für die unterschiedlichen Helligkeiten z.B. für das Keylight und Filllight Sinn machte.

    Heute gibt es auch Generatoren, welche die Leistung völlig frei an die verschiedenen Ausgänge verteilen können.

    Generatoren gibt es gegenüber Kompaktblitzen mit viel höheren Leistungen. Je nach Hersteller liegen diese oft zwischen 2.000 Ws bis 8.000 Ws.

    Der größte Nachteil für mich ist, dass der Kaufwiderstand doch um einiges höher ausfällt als bei Kompaktblitzgeräten, da die Preise schnell in einen mittleren bis hohen vierstelligen Bereich zu finden sind.

     

    Studioblitz Systeme - Aufsteckblitz - Kompaktblitz - Blitzgenerator

    Systemblitz, Kompaktblitz und Generator mit Blitzkopf

     

     

    Wichtige Kriterien für den Kauf eines Studioblitzes:

    Das Studioblitz-System

    Man kauft nicht ein oder mehrere Studioblitze, sondern investiert in ein ganzes System. Das bedeutet, dass man sich für eine Marke entscheidet und dadurch neben dem unterschiedlich großen Geräte- und Lichtformerprogramm auch für Zuverlässigkeit, Support, Rent-Service, Image etc. entscheidet. Es gibt zahlreiche Traditionsmarken seit vielen Jahrzenten und auch die „neueren“, meist aus China. Und das ist oftmals billig und nicht preiswert.

    Die Befestigung der Lichtformer wird meistens durch einen individuellen Bajonettanschluss gelöst, welcher unterschiedlich komfortabel und stabil ist. Bei einigen Marken kann der Lichtformer um 360° rotiert werden, bei anderen nicht oder nur eine Auswahl. Manche Marken haben unterschiedliche Anschlüsse z.B. Multiblitz, Hensel, Bowens für verschiedene Modellserien.

    Früher konnte man ausschließlich Lichtformer der eigenen Marke verwenden oder von spezialisierten Herstellern kaufen, die Adapter für die gängigen Marken anbieten. Heute bieten einige Markenhersteller auch Anschlüsse für Fremdfirmen an.

     

     

    Bedienung

    Ich persönlich kenne natürlich nicht alle Produkte aber doch so einige. Hensel hat für mich mit die beste Befestigung, das sind drei Krallen, die den Lichtformer halten, der beliebig gedreht befestigt werden kann und gerade bei großen Softboxen muss man nicht fummeln. Elinchrom hat meiner Meinung nach kein so gelungenes Bajonett, deswegen habe ich auch zusätzliche Markierungen auf meinen Geräten angebracht, damit ich besser sehen kann, in welcher Position es passt. Auch das kleine Bajonett von Multiblitz „ist nicht der burner“, würden die Geissens sagen. Und Walimex, möchte ich mit seinen Kunststoffnippeln, auch noch an diese Stelle nennen, was bei mir wenig vertrauen erweckt.

    Daher stellen sich dem Anwender folgende Fragen, die am besten am Gerät ausgetestet werden sollten:

     

    Ist der Lichtformerwechsel einfach?

    Bevor ein Studioset im Warenkorb landet sollte man an dem Artikel testweise eine Softbox mit min. einem Meter Seitenlänge anbringen und dann gegen einen Standardreflektor tauschen.

     

    Wie sicher hält das Bajonett?

    Die große Softbox im und gegen den Uhrzeigersinn drehen. Wenn das nicht möglich ist, ist das schlecht. Wenn beim Drehen sich die Softbox löst, auch. Deswegen ist auch eine Sicherung die Versehentliches öffnen verhindert sinnvoll.

     

    Wie stabil die Befestigung des Lichtformers?

    Bei manchen Anbietern hat man fast Angst, dass die Softbox abfällt, geschweige denn das man eine Octobox mit 2m Durchmesser anbringen möchte. Oder es gibt bereits vom Hersteller eine Beschränkungsangabe.

    In der Studiofotografie kommt der Lichtformerwechsel häufig vor, hat dieser gut geklappt, kannst du dir das Produkt oder die Marke schon einmal merken.

     

    Den Neiger testen

    Der Blitzkopf besitzt einen Neiger und diesen sollte man besonders mit der Softbox testen, ob dieser sicher hält.

    Manche Geräte besitzen einen verschiebbaren Neiger/Gerätebefestigung, dies ermöglicht einen Gewichtsausgleich, was besonders bei hängender Montage an einem Galgen oder Deckenschienensystem hilfreich ist.

     

    Bedienungselemente und Anzeigen

    In einem Studio ist es oft dunkel, daher ist es wichtig das man die Einstellungen gut ablesen kann. Teilweise gibt es Bedienungselemente auf der Seite und hinten am Gerät, das macht es nicht einfacher.

    Der richtige Studioblitz-Beispiel ELC-ProHD-moderne-Bedienungs Panel

    Beispiel für ein Bedienungspanel von einem modernen Studioblitz. Hier ist die Leistungsanzeige und die Abbrendauer t = 0,5 sehr gut erkennbar.

    Die Bedienkonzepte der Hersteller sind unterschiedlich am besten selber ausprobieren und es gibt teilweise auch die Möglichkeit per App und Smartphone oder per Computer oder Fernbedienung (teilweise Funkauslöser) die Geräte wenigstens teilweise zu steuern.

    Bei der Verwendung mehrere Blitzgeräte möchte man z.B. die Leistung aller Studioblitze um eine Blendenstufe verändern oder alternativ nur das Keylight bei einer 4 Punktbeleuchtung. Übrigens ist es häufig so das man bei einem Aufbau nicht an die Bedienungselemente (ohne Leiter) kommt geschweige denn das Bedienfeld sehen kann. Die Fernbedienung ist für mich ein wichtiges Kriterium.

     

    Die Leistung

    Hier ist es wichtig zu wissen wo und was man fotografieren will. Wer draußen gegen die Sonne ankämpfen möchte, sollte im vierstelligen Ws-Bereich sein. Im kleinen Heimstudio können je nach Lichtformer schon 100 Ws ausreichen. Jede Verdopplung der Leistung bringt eine Blende Unterschied.

    Wie genau ist die Leistung reproduzierbar?

    Die Leistung von Systemblitzen wird mit der Leitzahl angegeben diese sucht man bei Studioblitzen vergeblich, hier sind es Wattsekunden (Joule) die damit nichts zu tun haben.

    Die Leitzahl eines Aufsteckblitzes unterliegt vor allem Marketing-Optimierungen der Hersteller, was eine Vergleichbarkeit auch schwierig macht. Früher hatte der Blitz meistens die Bezeichnung im Namen, was auch seiner Leitzahl bei ASA 100 entsprach. Heute haben Aufsteckblitze zoombare Reflektoren und in der Spot-Stellung ist er natürlich heller als beim maximalen Beleuchtungswinkel und ja man kann es auch ganz klein z.B. für ISO 400 angeben. Also aufpassen und sich genau die Datenblätter ansehen.

    Es wird auf alle Fälle nicht einfach sein ein Systemblitz zu finden, der an die Leistung von einem Studioblitz bei selben Lichtwinkel herankommt.

    Im zweiten Teil erstelle ich eine konkrete Praxis-Übersicht. Ich nehme dann ein System- und ein Studioblitz und werde die ankommende Leistung mit unterschiedlichen Abständen und Lichtformern messen. So kann jeder dann besser einschätzen, welche Leistungsstufe individuell interessant ist.

    Ich empfehle auch folgenden Beitrag zu lesen: Licht nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab

     

    Der Regelbereich

    Der Studioblitz sollte sich nicht nur ein und ausschalten lassen, sondern die Leistung in kleinen Schritten regeln können. Früher gab es Volle und Halbe-Leistung und bei den besseren Geräten kam man auf 1/8 oder sogar 1/16 Leistung runter regeln. Das sind dann aber gerade mal drei bis vier Blenden Unterschied.

    Je größer der Regelbereich ist desto besser. Heute gibt es Geräte mit maximal 10 Blenden Regelbereich, diese sind jedoch die Ausnahme. Hier gilt je größer der Regelbereich desto besser. Über fünf Blendenstufen sollten der Studioblitz, meiner Meinung nach, mindestens regelbar sein.

    Durch ND-Filter vor dem Objektiv oder vor dem Studioblitz kann man die Leistung zu Not weiter absenken.

     

     

    Abbrennzeit und Blitzfolge

    Die Abbrennzeit von einem Studioblitz ist wichtig um Bewegungen einzufrieren, wer also springende Motive oder Splashes einfriereren möchte, der benötigt eine sehr kurze Abbrennzeit. Hier ist es leider so das die Firmen unterschiedliche t- Werte (t 0,1 oder t 0,5) angeben oder die Einheit gar nicht nennen, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Die kürzeste Abbrennzeit ist oft die mit der geringsten Leistung und auch hier muss man aufpassen, denn was will man mit beispielsweise 2 Ws ausleuchten?

    Die Einstein-Geräte (Werbung) von Paul C. Buff sind hier ein Geheimtipp, allerdings ohne Deutschlandvertrieb.  Das Gehäuse und Bajonett sind sicherlich auch nicht die hochwertigsten, aber aufgrund der Feaures ein Studioblitz mit sehr interessantem Preis.

    Wie lange braucht der Blitz, bis die Leistung wieder zu 100% da ist?

    Wenn man Stillleben fotografiert ist dies ziemlich egal. Aber wenn man die Kamera im Serienbildmodus nutzt schon.

    Das Thema wird im Fotokurs Folge 12 vertieft werden. Ich werde auch Geräte von den technischen Daten in einem Post gegenüberstellen.

    Kann man Studioblitze auch für Video verwenden?
    Neben dem Foto Einsatz kann so manches Studioset auch extrem schnelle Blitzfolgen erzeugen und bei nötigen 25 Bildern pro Sekunde für Full HD 1080p, könnte man auf die Idee kommen, dass dies auch mit manchen Blitzgeräten par excellence funktioniert. Dem ist allerdings nicht so. Für Video kann nur das Einstelllicht genutzt werden, welches dann entsprechend dimensioniert sein sollte.

     

    Farbstabilität und Leistungsstabilität

    Ist die Farbtemperatur und abgegebene Leistung bei jedem Blitz gleich oder verändern diese sich im Leistungsspektrum? Oder sogar von einer Blitzauslösung zu nächsten?

    Im professionellen Umfeld ist dies wichtig gerade, wenn man Kataloge oder VR-Aufnahmen macht, denn hier möchte man nicht jedes Bild manuell angleichen müssen. Aber auch hier gibt es sogar bei den Premiummarken Unterschiede, wenn man dem ein- oder anderem Bericht glaubt. Aber auch die heute elektronisch gesteuerte Blende im Objektiv hat Spielraum. Deswegen denke ich ist es im Hobbybereich kein so wichtiges Kriterium.

     

    Studioblitz Feedback

    Es gibt zum einen eine Audiofeedback, d.h. wenn nach dem Blitzen die Kondensatoren wieder vollgeladen sind gibt es ein Piep. Dieser Ton muss abstellbar sein. Beim Arbeiten mit mehreren Geräten hört man nach jedem Auslösen dann ein Piep -Piep – Piep in dem Rhythmus der Leistungsabgabe. Und manchmal fehlt ein Piep. Das bekommt man dann schneller mit, als wenn man jedes Bild kontrollieren muss. Jetzt kann man sich darum kümmern, warum ein Studioblitz nicht mitblitzt.

    Die zweite Aufgabe ist des Pieps ist mitzuteilen, ab wann man wieder auslösen kann. Oft ist dann auch nur der Piep bei dem Blitz angeschaltet, welches am längsten zum Laden benötigt.

    Alternativ gibt es das Einstelllicht, welches während des Ladevorgangs ausgeschaltet wird und erst wieder angeht, wenn der Blitz bereit ist.

    Nicht jeder Studioblitz unterstützt dieses Features.

     

     

    Synchronisation

    Früher hatte man ein Synchronkabel, welches man in die Kamera gesteckt hatte und damit wurde der Hauptblitz ausgelöste und die anderen Blitze gehen per Fotozelle mit. Vorteil das Kabel funktioniert zu 100%. Da moderne Kameras diesen Anschluss aber gerne nicht mehr besitzen, kauft man entweder einen Adapter für den X-Kontakt im Blitzschuh der Kamera oder nutzt einen Fernauslöser, der auch in den Schuh gesteckt wird. Jeder Blitz benötigt dann einen Funkempfänger, der als Zubehör schnell um die 100 EUR kosten kann. Neuere Geräte integrieren so einen Empfänger oftmals.

    Bei der Synchronisation kommt noch die Frage dazu, was denn die Kamera für eine Zeit zulässt. Diese liegt zwischen 1/60 und 1/250 Sekunde je nach Kamera. Bei einem Zentralverschluss (gibt es bei Mittelformat Kameras) sind Zeiten bis 1/1600 Sekunde möglich)

    Und jetzt wird es spannend, denn es gibt bei manchen Systemblitzen Möglichkeiten, diese mit kürzeren Zeiten bis zu 1/8000 Sekunde zu nutzen, was besonders bei der Verwendung im Freien vieles vereinfacht. Im Studiobereich tauchen auch die ersten Anbieter auf:

    Broncolor Siros mit HS mode

    Priolite Hot Sync (Werbung)

    Die Firma PocketWizard bietet Fernauslöser für Studioblitze an, die auch andere Geräte mit HyperSync (Werbung) auf die Sprünge helfen.

     

    Stromversorgung

    Wenn es mal ins Freie geht, dann hat man früher ein Stromgenerator dabei gehabt. Heute gibt es Akkupacks oder sogar Kompaktblitzgeräte und Generatoren mit eingebautem Akku. Wer also primär im Freien unterwegs ist, sollte sich nach Geräten mit integriertem aber wechselbaren Akku umsehen.

    Wer auch im Ausland unterwegs ist, der sollte darauf achten, dass der Studioblitz auch auch dort funktioniert. Häufig kann man die Spannung umschalten. Das Einstelllicht und die Sicherung müssen dann meist gewechselt werden.

     

    Belichtungsmessung oder TTL?

    Studioblitzanlagen funktionieren manuel, das bedeutet, man stellt die Leistung ein und hofft das Es stimmt. Naja nicht so ganz, man nimmt einen Handbelichtungsmesser, welcher auch Blitzlicht messen kann, dann misst man das Licht und stellt entweder die Kamera richtig ein oder verändert die Blitzleistung, sodass es stimmt. 

    Ein Systemblitz funktioniert meistens per TTL-Messung und auch hier gibt es erste Studioblitze wie z.B den Profoto B1 500 AirTTL (Werbung), welcher mit Akku funktioniert und wie der Name beschreibt auch TTL-Messung unterstützt.

     

     

    Preis / Leistung / Werterhalt / Image

    Das ist wie bei Autos auch, es gibt die Premiummarken, wo man beim Türschließen schon einen guten Eindruck bekommt und die anderen. Auch der Werterhalt ist unterschiedlich. Und ja ein Billiggerät kann auch nur wenig an Wert verlieren und ist dadurch marketingtechnisch die Marke mit dem besten Werterhalt. Den Spruch kennt ihr vielleicht auch von einer Automarke ;-)

    Für mich spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis der Studioblitzleuchte die primäre Rolle. Ich möchte die bestmögliche Qualität zu einem geringen Preis. Von daher weiß ich, dass ich nicht unbedingt „das Beste“ kaufe. Es kommt immer individuell darauf an, ob sich das lohnt. Als Fotograf mit einem Tagessatz von 3.000 oder mehr EUR wird man nicht wirklich mit „billig“- Ausrüstung arbeiten können, auch wenn diese vielleicht völlig ausreichend wäre.

    Ein Bekannter von mir hat in einem bekannten Londoner Musikstudio für einige bekannte Gruppen Musik abgemischt und das Dreimetermischpult blinkte und alle Effektgeräte in den Türmen waren an und blinkten auch und es sah unheimlich beeindruckend aus. Es sagte:  Das muss so sein, das wird von einem erwartet, übrigens benutze ich den ganzen Kram nicht nur diese paar Regler, aber das will keiner wissen ;-)

    Als Premiummarken würde ich persönlich Broncolor, Briese und Profoto sehen, welche wahrscheinlich nur von der Leica-Fraktion mit dickem Geldbeutel im Hobbysegment infrage kommen. Briese ist durch ihre Focus- Parabolschirme bekannt, die beiden Konkurrenten bieten diese in ähnlicher Form auch an.

    Hensel ist denke ich auch eine gute Wahl aber ich habe mich persönlich für Elinchrom entschieden, obwohl das Bajonett nicht so toll ist und viel Plastik verbaut wird. Aber es gibt schon für weniger als ein Marken-Systemblitz ein Studioblitz und die neue Pro-Line macht einen vielversprechenden Eindruck.

    Ein Blick bei Auktionsplattformen gibt interessante Aufschlüsse darüber, was Geräte welche lange, lange abgeschrieben sind noch Wert sein sollen. Ich versuche auch schon mal ein Schnäpper zu machen, aber es gibt Marken, wo man besser im Laden neu kauft. Ich habe teilweise noch Originalpreislisten aus DM-Zeiten und Geräte aus dieser Zeit, welche buchhalterisch bei einem Euro Restbuchwert stehen, sollen mehr als der heutige Nettopreis kosten. Ja und es gibt Leute, die das kaufen.

     

    Studioblitz – Fazit

    Nicht jedes Kriterium für die Studioblitz Auswahl hat für jedermann dasselbe Gewicht. Man sollte auch nicht all den Marketingversprechen glauben.

    Als Einsteiger würde ich diesen Studioblitz kaufen. Ja wie gerne hätte ich hier eine Antwort geschrieben, aber ich kann Ihnen auch kein Auto empfehlen, da die Anforderungen zu unterschiedlich sind. Und die Blitzgeräte sind ja auch nur der Motor, denn ohne die richtigen Lichtformer und das Wissen um deren richtigen Einsatz nutzt das beste Gerät gar nix.

    Was man sich als Einsteiger überlegen sollte ist, dass man wahrscheinlich genauso viel Geld in die Lichtformer und Stative stecken wird und man auf Dauer einen ganzen Studioblitz Gerätepark haben wird.

     

    Wie viele Studioblitze braucht man?

    Die Antwort ist: Es kommt immer darauf an…

    Wer keine Erfahrung hat, sollte mit einem Studioblitz und einem Aufheller beginnen. Bei der klassischen Dreipunktbeleuchtung braucht man schon 3 und von da ist man auch schnell bei 5 oder 6 Studioblitzen.

     

    Am besten ihr abonniert den Newsletter und verpasst keine Beiträge mehr zum Thema Studioblitz, denn ich stelle ja noch so einige Geräte, Lichtformer, etc. vor und zeige auch deren Einsatz, z.B. in der Porträtserie 101 Art ein Porträt zu beleuchten oder Heim-Fotostudio, so kann man vielleicht das für einen passende Equipment besser beurteilen.

    Wenn euch dieser Studioblitz-Beitrag gefällt, freue ich mich über Likes und wenn Fragen zum Thema Studioblitz offen bleiben ich bin für euch da.

     

    Studioblitz Hersteller

    Elinchrom, Hensel, Profoto, Broncolor, Briese, Bowens, Multiblitz, Walimex, Priolite, Jinbei, Phorex, Yongnuo, Genesis, Walimex, Dörr, Paul C. Buff, Lastolite, Photoflex, Westcott, Interfit, Richter, etc.

     

    Im zweiten Studioblitz Teil  gibt es eine konkrete Praxis-Übersicht, d.h. ich werde in verschiedenen Abständen mit unterschiedlichen Lichtformern die ankommende Leistung mit einem Belichtungsmesser feststellen. Im Vergleich ein Systemblitz, auch mit Softbox.

     


    Zum Thema passt auch:

    Systemblitz (Aufsteckblitz) – eine Alternative zum Studioblitz?

    Studiolicht Setups im virtuellen 3D Fotostudio ausprobieren

    Studioblitzgeräte – eine Anschaffung fürs Leben?

    Lichtformer

    Softbox – Lichtformer für Blitz- und Dauerlicht

    Leuchtenstative

     

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    2 Kommentare
    1. Avatar

      Johann Riedl

      23. Dezember 2014 at 13:14

      Guten Tag,
      ein fachlich gut erstellter Beitrag über das Thema Studioblitze. Die Frage stellt sich aber, inwieweit es noch sinnvoll ist in eine Blitzanlage zu investieren, wo man doch schon mit Dauerlicht und entsprechenden Lichtformern wirklich gute Ergebnisse erzielen kann. Die LED-Technik wird immer besser, die Kameras sind sowieso schon überdrüber. Vollformat ist bereits wieder leistbar, wodurch auch das Farbrauschen bei höheren Empfindlichkeiten wegfällt. Also, die Frage ob sich wirklich ein Blitzanlage noch lohnt, ist durchaus berechtigt.
      Schöne Grüße
      Johann Riedl

    2. Avatar

      Jörg Pumpa

      23. Dezember 2014 at 14:45

      Hallo Johann,
      ob sich eine Blitzanlage lohnt, hängt vom Anwendungsfall ab. Es gibt sicherlich viele Bereiche, die identisch mit Blitz- oder Dauerlicht aufgenommen werden können.

      Ein 2000-Watt-Scheinwerfer nah aufgestellt bewirkt beispielsweise, dass die Pupillen bei einer Person sehr klein werden und diese oftmals blendet. Zudem fühlt sich das Modell wegen der Hitzeentwicklung wie unter einer Höhensonne, was die Transpiration fördert. Auch Lebensmittel mögen die Hitze nicht und werden schneller unansehnlich. Ein Licht-Setup hat schnell 5-10 kW oder mehr und benötigt entsprechend abgesicherte Stromleitungen.

      Nehmen wir mal das 10-kW-Setup als Beispiel und möchten um zwei Blendenstufen abblenden, jetzt brauchen wie 40 kW. Was bedeutet das die Scheinwerfer gegen andere mit stärkerer Leistung getauscht werden müssen. Angenommen wir möchten 2 Blenden aufblenden, jetzt haben wir die Möglichkeit mit Dimmern zu arbeiten, wobei sich jedoch die Farbtemperatur dadurch verändert oder wir nutzen Scrims die das Licht reduzieren. Der Studioblitz kann je nach Gerät bei (nahezu) gleicher Farbtemperatur über bis zu 10 Blendenstufen geregelt werden. Das Blitzlicht ist hierbei im Vorteil.

      Ich persönlich arbeite sehr gerne mit Dauerlicht, z.B. mit dem Niedervoltsystem von Dedolight, oft in Verbindung mit weiteren Scheinwerfern oder Softboxen.

      Gute LED-Leuchten (mit einem hohen CRI-Wert) sind im Vergleich zu Halogenscheinwerfern sehr viel teurer. Eine Arri 650 W Stufenlinse kostet um die 400 EUR das Lupolux LED Äquivalent ca. 1200 EUR und ein Arri L7 beginnt ab ca. 2.000 EUR. Für die Amortisation über die gesparten Stromkosten müssen die schon ein Weilchen brennen.

      Auch LED erzeugt Hitze, strahlt diese allerdings nicht nach vorne, sondern nach hinten ab. Aufgrund der höheren Lumenleistung pro Watt ist die Wärmeentwicklung deutlich geringer als von Halogenlicht. Aufgrund des geringeren Strombedarfs, gibt es viele Leuchten an die Akkus angeschlossen werden können, was ein klarer Vorteil im mobilen Einsatz oder an der normalen Steckdose ist. Die LEDs sind auch dimmbar, kommen in der Leistung aber nicht an ein Blitz heran.

      Ich werde hier im Blog auch Dauerlicht (Halogen und LED) vorstellen und mit Blitzlicht vergleichen.

      Viele Grüße
      Jörg

      Nachtrag:
      Es hängt auch von den Nutzung des Bildes ab, ob eine hohe ISO-Einstellung zum Ausgleich genommen werden kann. Für die Darstellung im Web spielt es sicher keine Rolle aber Bildagenturen lehnen Bilder auch mal gerne wegen einer hohen ISO-Einstellung ab.

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